Zoo Leipzig begrüßt neues Okapiweibchen und nimmt Abschied vom Mähnenwolf

Das Warten hat ein Ende. Am Donnerstagmorgen ist das Okapiweibchen Zawadi (geb. 25.03.09 in Stuttgart) im Zoo Leipzig angekommen.

Das zwei Jahre alte Tier aus der Stuttgarter „Wilhelma“ komplettiert damit den Bestand im Leipziger Okapiwald. Ob die vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ausgewählte Dame dem Leipziger Männchen Kimdu (geb. 11.05.2005 in Rotterdam) gefällt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn die beiden Tiere sich in angrenzenden Gehegen kennenlernen.

Als ausgesprochene Einzelgänger werden Okapis nur während der Brunftzeit
vergesellschaftet. Zudem ist Zawadi im Alter von zwei Jahren noch zu jung, um in der
Zucht eingesetzt zu werden.

Okapis gehören zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. In der freien Wildbahn
gibt es nur noch rund 6000 bis 10.000 Okapis, in europäischen Zoos leben derzeit etwa
50 Exemplare. Die Haltung der sensiblen Tiere gilt als anspruchsvoll. Umso mehr freut
sich der Zoo Leipzig darüber, nun ein Zuchtpaar im Hause zu haben.

„Seit wir im Jahr 2005 nach langer Pause wieder mit der Okapihaltung begonnen haben, war es unser erklärter Anspruch, eines Tages Nachwuchs züchten zu können. Mit der Ankunft des
Weibchens sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen“, erklärt Zoodirektor
Dr. Jörg Junhold.

Abschied nehmen hieß es dagegen von Mähnenwolf Hidalgo. Er starb
krankheitsbedingt am 12. April. Aus dem jetzt vorliegenden Pathologiebericht geht als
Todesursache die Ruptur der Harnblase, die durch Verlegung der harnableitenden
Wege durch Harnsteine verursacht wurde, hervor. Die Aufzucht der vier im Januar
geborenen Jungtiere ist nicht gefährdet. Mutter Christa (geb. 05.02.2007 in Branféré)
kümmert sich fürsorglich um den Nachwuchs.