Zoo Leipzig blickt trotz Besucherrückgang auf erfolgreiches Jahr zurück

2015 war für den Zoo Leipzig das Jahr der Neueröffnungen. In 2016 werden unter anderem Koala-Bären und ein Elefantenbaby erwartet.

Etwa 15 Millionen Euro wurden in neue Anlagen auf dem Gelände gesteckt, außerdem flossen noch einmal 15 Millionen Euro in die Kongresshalle. Allerdings kamen trotz der neuen Attraktionen weniger Besucher als im vergangenen Jahr. Bis Ende Dezember rechnet der Zoo mit etwa 1,65 Millionen Gästen – ein Rückgang um 11 Prozent. Zoochef Jörg Junhold schiebt erklärt deis vor allem mit Wetterkapriolen.
Die neuen Anlagen waren jedenfalls immer gut besucht. Kinder lieben vor allem den Bärenburg-Spielplatz. Und die Kiwara-Kopje fasziniert nicht nur die normalen Gäste, sondern auch Zoofachleute aus aller Welt. Hier sollen Spitzmaulnashörner, Geparden und Husarenaffen in einer WG zusammenwohnen. Kein leichtes Unterfangen. Die Nashörner kommen mitlerweise gut mit den Affen UND und mit den Geparden klar. Aber die Raubkatzen sind den Affen noch unheimlich.

Gute Nachrichten gibt es aus dem Elefantentempel, denn Dickhäuterin Thura erwartet Nachwuchs. Die 41 Jahre alte Elefantendame ist erfahren, schließlich hat sie bisher schon fünf Kälber zur Welt gebracht. Allerdings sind alle Mitarbeiter nach dem Tod des Jungtieres von Hoa im April dieses Jahres recht angespannt und aufgeregt.

Der Geburtstermin steht allerdings noch nicht genau fest. Bis Ende März soll der kleine Babyelefant zur Welt kommen, es könnte aber sogar noch vor Weihnachten soweit sein. Auf andere Vorhaben hat Zoochef Junhold da schon mehr Einfluss. Am Freitag sorgte er höchstpersönlich für den ersten Baggerbiss am ehemaligen Raubtierfelsen. Bis 2017 entsteht hier die neue Himalaya-Anlage, auf der Schneeleoparden und Rote Pandas heimisch werden sollen. Am meisten freuen sich die Zoobesucher aber wohl auf die Koala-Bären, die im Sommer in das ehemalige und dann fertig sanierte Affenhaus einziehen.

Insgesamt wird im Jahr 2016 mit etwa 5 Millionen Euro deutlich weniger investiert, aber dafür umso mehr gefeiert. Mit 5 Jahren Gondwanaland, 10 Jahren Elefantentempel und 15 Jahren Pongoland stehen gleich drei große Jubiläen an. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Die Eintrittspreise bleiben stabil.

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