Zu viele Kunststofftüten im Leipziger Biomüll – Stadtreinigung lässt Tonnen stehen

Die Kompostieranlagen signalisieren, dass in der letzten Zeit zunehmend Kunststofftüten im Bioabfall vorgefunden werden. Diese „Fehlwürfe“ mindern später die Qualität des Kompostes.   Die Stadtreinigung sieht sich daher zunehmend gezwungen, Biotonnen mit Fehlwürfen stehen zu lassen.

Viele Leipziger nutzen in der Küche Kunststofftüten zum Sammeln ihrer Bioabfälle. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden – aber diese Tüten sind unverdaulich für die Biotonne.
Also: Auskippen der Bioabfälle aus den Kunststofftüten in die Biotonne und die Tüten in die Gelbe Tonne einwerfen, sonst werden die betreffenden Abfallbehälter nicht mehr geleert.
Die Verantwortlichen an den Grundstücken haben dann entweder die nicht kompostierbaren Bestandteile zu entfernen oder der gesamte Inhalt muss gegen höhere Gebühr gesondert als Restabfall entsorgt werden.
 
Für die Biotonne verboten sind außer Kunststofftüten beispielsweise Straßenkehricht, Staubsaugerbeutelinhalte, Windeln, Leder, Textilien, Zigarettenkippen, Kunststoffverpackungen, Getränketüten, Glas, Metalle, jeglicher Restabfall und natürlich Sonderabfall. In Kompostieranlagen entsteht aus den Bioabfällen wertvoller Kompost. Dieser ist in der Landwirtschaft, in der Tagebaurekultivierung aber auch im Garten und im Blumenkasten ein willkommener Bodenverbesserer.

Kompost ist ein idealer Naturdünger und macht vielerorts Kunstdünger überflüssig. Außerdem aktiviert er Kleinstlebewesen im Boden und reduziert den umstrittenen Torfabbau. Das sollte allen die kleine Mühe wert sein, die Biotonne ordnungsgemäß zu befüllen.

Für Rückfragen zur Bioabfallsammlung steht das Bürgertelefon „Abfall“ mit der Rufnummer 6571 111 zur Verfügung.