Zufriedene Studierende in Sachsen

Insgesamt ist die Mehrheit der Studierenden in Sachsen mit ihrem Studium zufrieden. +++

Wie zufrieden sind Studierende mit ihrem Studium in Sachsen? Was waren die Beweggründe, ein Studium in Sachsen aufzunehmen? Möchten Sie nach dem Studium den Berufseinstieg in Sachsen finden? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Abschlussbericht der zweiten Sächsischen Studierendenbefragung. 

„Viele zufriedene Studierende zeigen, wie attraktiv unsere Hochschulen im Freistaat sind. Darüber können wir uns freuen. Vor allem die Qualität des Studiums findet bei den jungen Menschen viel Zuspruch.“, erklärt Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer heute in Dresden. Demnach sind 59 % der Studierenden mit ihrer aktuellen Studiensituation an den sächsischen Hochschulen sehr zufrieden. Im Vergleich zur Erstbefragung im Jahr 2005 macht dies einen deutlichen Anstieg von 10 % aus. Dieser starke Anstieg bleibt auch dann bestehen, wenn man aus dem Jahr 2005 nur die „traditionellen“ Studiengänge mit den „reformierten“ Studiengängen, worunter die Bachelor-, Master- und auch modularisierten Diplomstudiengänge verstanden werden, miteinander vergleicht. Das Ergebnis zeigt: Die Studienbedingungen haben sich durch die Studienreform nicht verschlechtert.

Fast drei Viertel aller Studierenden beurteilen danach die inhaltliche Qualität der Studienangebote als sehr gut. Auch das Klima unter den Studierenden sowie zwischen Studierenden und Lehrenden wird von drei Vierteln als gut bewertet. Auch die Organisation der Lehrveranstaltungen bewerten die Befragten mehrheitlich positiv. Daneben üben die Studierenden jedoch auch Kritik aus. In Bezug auf die didaktische Qualität der Lehrveranstaltungen wünschen sie sich unter anderem mehr Rückmeldungen zu den von ihnen erbrachten Prüfungsleistungen. Ebenfalls kritischer wird die Vereinbarkeit von Familiengründung und Studium bewertet. Kritikpunkte dieser Art sind eng mit einer hohen Studierendenzahl in einzelnen Studiengängen verbunden.

Mit der vorliegenden Befragung bietet sich auch die Möglichkeit, die aktuellen Belastungssituationen mit den Angaben der Studierenden aus dem Jahr 2005 zu vergleichen. Hier zeigt sich, dass sich die Belastungen durch die Studienre-form im Vergleich zu den traditionellen Studiengängen nur geringfügig erhöht haben. Von einer merklichen Steigerung, wie in der öffentlichen Diskussion oft dargestellt, kann nicht gesprochen werden.

„Trotz dieser erfreulichen Ergebnisse bleibt es weiterhin Aufgabe, Studienangebote zu verschlanken und zu optimieren. So können die insgesamt hohen Leistungsanforderungen des Studiums verringert werden“, erklärt Wissenschaftsministerin von Schorlemer. „Unsere Hochschulen sind attraktiv und haben einen guten Ruf, das sehen wir auch an den vielen Studierenden, die aus anderen Bundesländern zu uns kommen“, ergänzt die Ministerin. Neben den guten Studienbedingungen sind vor allem fehlende Studiengebühren, geringe Lebenshaltungskosten und die hohe Lebensqualität ausschlaggebend für die Wahl des Studienortes.
 
Doch nicht nur als Studienort ist Sachsen für viele junge Menschen deutlich anziehend, der Freistaat ist gleichzeitig eine attraktive Region für den möglichen Berufseinstieg nach dem Studium. 2/5 der Befragten gaben an, Sachsen für ihre erste Erwerbstätigkeit zu bevorzugen.
 
„Unsere attraktiven Hochschulen locken junge kluge Köpfe in den Freistaat. Mit starken Hochschulen können wir den Herausforderungen des demographischen Wandels begegnen. Auch wenn nicht alle hierbleiben, viele haben den Freistaat kennen gelernt und sind wichtige Botschafter und Multiplikatoren auch nach ihrem Studium.“

Die Sächsische Studierendenbefragung ist eine landesweite Befragung zur Studiensituation und Studienqualität in Sachsen. Sie wurde im Auftrag des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom Sächsischen Kompetenzzentrum unter Leitung von Prof. Dr. Karl Lenz durchgeführt. Nach dem Jahr 2005 wurde sie im Jahr 2012 zum zweiten Mal erhoben. Der Befragungszeitraum erstreckte sich von Ende März bis Anfang April 2012, es beteiligten sich 5.800 Studierende an der Umfrage.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Kunst

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