Zugunglück in Bad Lausick: Unfallverursacher schweigt weiter

Der 29-jährige Mann, der am 20. September 2011 einen Auffahrunfall verursachte und somit das schwere Zugunglück, schweigt nach seiner Anklage zu den Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Anklage gegen ihn erhoben. +++

Tatvorwurf ist der fahrlässige gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr und fahrlässige Körperverletzung in 20 Fällen. Es entstand ein Gesamtschaden von 4,436 Mio Euro.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem jungen Mann eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft.

Der Angeklagte hat am 20. September 2011 gegen 13.10 Uhr einen Auffahrunfall verursacht, weil er den am Bahnübergang haltenden PKW übersehen hatte. Die Lichtsignalanlage blinke rot, jedoch die Schranken waren noch geöffnet. Er bremste mit seinem Lieferwagen zu spät ab und fuhr dem haltenden Fahrzeug hinten auf. Dieses wurde auf die Bahngleise geschoben. Der Fahrer der PKWs konnte leicht verletzt aus dem Auto geholt werden, doch ein herannahender Zug konnte nicht bremsen. Durch den Aufprall entgleiste der Zug, ein Wagon fiel auf ein Feld und kam dort umgestürzt zum Liegen.

Es wurden 120 Fahrgäste sowie der Zugführer verletzt, fünf davon schwer. Ein technischer Defekt wurde in Folge der Ermittlungen ausgeschlossen.