Zugverbindung zwischen Sebnitz und Dolní Poustevna beschlossen

Voraussichtlich ab 2014 sollen die Städte Rumburk, Sebnitz und Bad Schandau für die Fahrgäste ohne Umsteigen mit dem Zug erreichbar sein. Insgesamt 2,8 Millionen Euro werden in den neuen Bahnabschnitt investiert. +++

Die Zweckverbandsversammlung hatte auf ihrer Sitzung am 7. Juni 2012 in Pirna den VVO beauftragt, den notwendigen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag mit der DB Netz AG nachzuverhandeln, um die Risiken für den Zweckverband zu minimieren. „Der jetzt beschlossene Vertrag ist das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen der DB Netz AG, der Stadt Sebnitz, Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und des VVO“ erläutert Arndt Steinbach, Landrat des Landkreises Meißen und Zweckverbandsvorsitzender des Z-VOE. „Die wirtschaftlichen Risiken des Baus sind nun kontrollierbar. Der lange erwartete Lückenschluss zwischen der sächsischen und der böhmischen Schweiz ist ein Projekt der Gegenwart.“

Die Finanzierung des überwiegenden Teils der Gesamtinvestition in Höhe von 2,8 Millionen Euro erfolgt aus Mitteln des Bundes nach dem Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG) im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen Bund und DB AG. Diese Finanzmittel werden durch den Freistaat Sachsen abgesichert. Der Z-VOE investiert weitere 87.000 Euro.

„Wir sind sehr froh, dass heute die Einigung zwischen DB und Z-VOE besiegelt werden kann. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, mit aller Kraft und in enger Abstimmung mit allen beteiligten Partnern in die Umsetzung zu gehen“, betont Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Sachsen. „Neben dem Bau des Lückenschluss wird zudem der Inselbahnsteig am Bahnhof Sebnitz barrierefrei gestaltet.“ Nach Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung veranschlagt die DB Netz AG einen Zeitbedarf bis zur Inbetriebnahme von maximal 24 Monaten.

Die Planungen für den Betrieb der Strecke sehen einen Zwei-Stunden-Takt zwischen Sebnitz und Bad Schandau vor. Die neue durchgehende Linie von Rumburk über Dolní Poustevna, Sebnitz, Bad Schandau nach Děčín ist Bestandteil des tschechischen Regionalnetzes „Šluknovsko“.

Im Abschnitt Sebnitz – Bad Schandau verkehrt die neue Linie anstelle der Züge der Städtebahn Sachsen, deren Züge aus Pirna zukünftig in Sebnitz enden werden. „Mit dem Lückenschluss bekommt die Bahnstrecke durch das Sebnitztal eine Zukunftsperspektive“, erklärt Michael Geisler, Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Aufsichtsratsvorsitzender des VVO. „Das neue Angebot ist ein weiterer Baustein beim Zusammenwachsen der sächsisch-böhmischen Grenzregion“.

Der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh betont: „Die Bürgerschaft der Stadt Sebnitz und der Region hat sich seit 1990 für den Lückenschluss engagiert. Mit dem heutigen Beschluss rückt die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs zwischen Sebnitz und Dolní Poustevna in greifbare Nähe. Ich bin heute ein sehr glücklicher Mensch.“

Quelle: Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) GmbH
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