Zukunft der Talsperre Euba weiterhin ungewiss

Seit mehr als zwanzig Jahren liegt die Talsperre Euba im Dornröschenschlaf, doch das soll sich jetzt ändern.

Bis Ende der 80er Jahre wurde der ehemalige Wasserspeicher der Reichsbahn als Naherholungsstätte und Freibad genutzt, dann erfolgte die Schließung aufgrund von Baumängeln. Dennoch fand die sanierungsbedürftige Staumauer Aufnahme in die Denkmalsliste des Freistaates.

Seit langer Zeit will die Stadt Chemnitz die Talsperre loswerden. Jetzt scheint der Zeitpunkt reif zu sein.

Interview: Börries Butenop – Leiter Stadtplanungsamt

Ein Investor für dieses Vorhaben steht auch bereits in den Startlöchern. So will ein Chemnitzer Unternehmer die Talsperre zu einem Freizeitsportbereich entwickeln.

Dabei soll auch die Wasserfläche wieder als Naturbad genutzt werden. Der Chemnitzer Stadtrat und die Landesdirektion müssen dem Verkauf noch zustimmen. Mit dem Erwerb ist eine kostspielige Sanierung der denkmalgeschützten Staumauer verbunden.

Interview: Börries Butenop – Leiter Stadtplanungsamt

Konkret werden die kompletten Sanierungskosten von der Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Der Kaufinteressent will derzeit allerdings nur 1 Million Euro investieren. Dieser Punkt wird sicherlich in den Verhandlungen zwischen Investor, Tiefbauamt und Landesdirektion eine Rolle spielen.

Zunächst hat der Chemnitzer Stadtrat am 21. März das Wort. Bis dahin wird die Talsperre Euba weiter ihrer Zukunft entgegenträumen.