Zukunft des Pharmazeutischen Instituts weiterhin unklar

Das Institut tut trotzdem alles dafür, dass die Studierenden weiterhin ihren Abschluss machen können.

Gestern sprachen Studierende des Pharmazeutischen Instituts der Universität Leipzig mit dem Rektorat der Uni, um Klarheit zu erlangen. Klarheit, ob und in welcher Form die einzige Ausbildungsstätte für Apotheker in Sachsen weiterbestehen wird.

2011 fing alles an – die Uni Leipzig beschloss, 21 Vollzeitstellen im pharmazeutischen Institut abzubauen. Das Problem dabei: Das Institut bestand nur aus 21 solchen Stellen.

Gestrichen werden sollten diese Stellen aufgrund einer Aufforderung des Staatsministriums für Wissenschaft und Kunst. Bis 2020 müsse die Universität Leipzig insgesamt 172 Stellen abbauen, um dem „Hochschulentwicklungsplan 2020“ zu entsprechen. Eines der ersten Opfer dieser Kürzungen war das Pharmazeutische Institut.

Seitdem diese Vollzeitstellen gestrichen sind, arbeitet das Pharmazeutische Institut fast nur noch mit befristeten Mitarbeitern – teilweise nur für drei Monate.

In diesem Jahr veröffentlichte das Wissenschafts-Ministerium dann einen neuen Hochschulentwicklungsplan. Dieser soll bis 2025 abgeschlossen sein.

Laut der neuen Planung werde zwar kein Stellenabbau vom Ministerium mehr verlangt, verschiedene Studiengänge müssen aber in einigen sächsischen Städten wegfallen.

Besonders ärgerlich für das Pharmazeutische Institut in Leipzig: Da der Stellenabbau schon durchgeführt wurde, bringt der neue Hochschulplan nichts mehr. Jetzt wird über einen erneuten Stellenaufbau nachgedacht.

Seit einiger Zeit steht ein Zusammenschluss der Ausbildung mit der Universität Halle-Wittenberg im Raum. Dieser Plan ist aber noch nicht spruchreif, so die Universitätsleitung.

Auf die Frage, ob Leipzig als Ausbildungs-Standort für Pharmazeuten gesichert bleibt, gab es eine kurze Antwort: Selbstverständlich.

Wohin die genaue Reise des pharmazeutischen Instituts in Leipzig geht bleibt jedoch weiterhin unklar.