Zukunftshaus für Chemnitz

Eigentlich sieht dieses Wohnhaus an der Mitschurinstraße in Chemnitz aus, wie ein ganz normaler sanierter Altbau.

Doch es ist alles andere als das – es ist ein so genanntes Zukunftshaus des Modellvorhabens der Deutschen Engergieagentur dena. Das Besondere daran ist, dass durch die Sanierung des 100 Jahre alten Gebäudes jetzt bis zu 93 Prozent der bisher verbrauchten Energie eingespart werden können.
Diesem Beispielhaus stattete der Staatssekretär des Bundesbauministeriums, Dr. Engelbert Lütke Daldrup am Wochenende am Tag der Energiesparrekorde höchstpersönlich einen Besuch ab. Bei der innovativen Modernisierung des Hauses ist viel passiert. Es verfügt zum Beispiel jetzt über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Sole-Erdwäremtauscher. Die Fenster verfügen über eine 3-Scheiden-Wärmeschutzverglasung. Fassade, Keller und Dach sind umfangreich gedämmt. Zur Wärmeerzeugung dienen unter anderem eine Sole-Wasser-Pumpe und eine Solaranlage. Maßnahmen, die sich für die 17 Bewohner des Hauses deutlich auszahlen.

Doch nicht nur die Energiekosten sind jetzt als minimal anzusehen, auch Wohnklima- und komfort haben sich verbessert. Hinter dem Projekt steht die Deutsche Energie-Agentur (dena). Insgesamt wurden mehr als 140 Gebäude mit insgesamt 2200 Wohnungen energetisch saniert – und es werden künftig noch viel mehr werden.

Zahlreiche Interessenten informierten sich bereits am Samstag auf dem Marktplatz über das Projekt. Dort gab es einen Energiespar-Parcours mit Ausstellungsobjekten und Materialen der dena und ihrer Partner aus den Bereichen Energieberatung, Bauen und Finanzierung. Und bei einem Malwettbewerb präsentierten Kinder ihr eigenes Zukunftshaus.