Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt eröffnet

Dresden - Am Dienstag eröffnete auf der Haydnstraße 17 in Johannstadt Dresdens erstes Zukunftshaus mit einem innovativen Energiemanagementsystem. Die im Rahmen des Smart City EU-Projekts MAtchUP geförderte digitale Gebäudetechnik soll den Alltag erleichtern und dabei helfen Energie zu sparen. „In MAtchUP geht es um nachhaltige Stadtentwicklung. Daher steht bei diesem Vorhaben für uns das Thema zukunftsweisendes Energiemanagement im Fokus“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

„Wir freuen uns, dass im Zukunftshaus bereits alle 14 Wohneinheiten vermietet sind. Ein intelligentes Energiemanagementsystem erhebt über einen Zeitraum von vier Jahren aussagekräftige Daten in einem realen Umfeld und soll den Mietern die Möglichkeit zur bedarfsgerechten Energienutzung und -optimierung bieten. Das große Ziel des Projekts MAtchUP ist es, die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Vorhaben übertragen zu können“, erklärt Dr. Franke. Und das nicht nur in Dresden: Die Stadt Dresden ist eine der drei europäischen Leuchtturmstädte im EU MAtchUP-Projekt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, smarten Stadtentwicklung. „Unsere europäischen Projektpartner verfolgen unsere Aktivitäten mit großem Interesse, da auch in den anderen MAtchUP-Partnerstädten ganz ähnliche Fragen stellen", berichtet Alexander Haidan, Fachgruppenleiter Geschäftsfeldentwicklung und Projektleiter MAtchUP für die DREWAG. Deshalb präsentiert sich das MAtchUP-Team mit seinen Smart City-Lösungen aktuell bei der Smart City Expo in Barcelona.

Was macht das Zukunftshaus smart und besonders? Das neu errichtete Haus wurde mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und entsprechenden Batterie zur Speicherung im Keller des Gebäudes ausgerüstet. Verbunden ist das Ganze mit einem modernen Energiemanagementsystem mit Bediendisplays pro Wohneinheit und im Keller. „Wir geben den Mietern die Möglichkeit, als Ergänzung zur üblichen konventionellen Stromversorgung einen klimaneutralen und günstigeren Strom zu nutzen“, erklärt Alrik Mutze, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, und führt zur Funktionsweise aus: „Wenn günstiger ökologischer Strom aus der Anlage zur Verfügung steht, bekommt der Wohnungsnutzer das über das in jeder Wohnung installierte Energiemanager-Display angezeigt und kann somit sein Nutzerverhalten auf die zur Verfügung stehende Stromart ausrichten“. Über das Display lässt sich ebenfalls die Heizungsanlage in jeder Wohnung steuern und entsprechende Verbrauchswerte ablesen.
Die Energie- und Gebäudemanager-Displays empfangen und senden digital Daten und sind zusätzlich eine Kommunikationsplattform zu Dienstleistern, wie der DREWAG. Dort können zahlreiche Informationen abgefragt und eingestellt werden, wie die nächsten Wartungstermine oder Kontaktdaten des Hausmeisters. „Im Zukunftshaus probieren wir verschiedenste neue Technologien in der Energie- und Steuerungstechnik in bestimmen Anwendungsszenarien aus. Durch den täglichen Betrieb können wir Rückschlüsse für die praktische Anwendung auch in anderen Gebäuden ziehen", so Franz Härting, Mitarbeiter Energiedienstleistungen bei der DREWAG.