«Zukunftszentrum» im Osten wird konkreter

Plauen- Jena, Eisenach, Frankfurt an der Oder, Magdeburg oder Leipzig: Noch vor dem Sommer soll die Standortauswahl für das neue «Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation» starten.

Mit der neuen Institution will die Bundesregierung die Erfahrung der Ostdeutschen mit Wandel und Umbrüchen würdigen. Der Ostbeauftragte Carsten Schneider brachte am Mittwoch Eckpunkte ins Bundeskabinett ein. Bis 2028 soll das Zentrum in einem neuen oder umgestalteten Gebäude in Ostdeutschland Platz finden. Damit sollten die «Erfahrungen und Leistungen der Menschen in Ostdeutschland mit den tiefgreifenden Umbrüchen nach der Wiedervereinigung sichtbarer gemacht werden», sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur. In den Blick genommen werden soll auch die Transformation in Mittel- und Osteuropa. «Diese Brücke aus Deutschland nach Mittel- und Osteuropa ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen», sagte Schneider. Das Zentrum soll nach dem Eckpunktepapier drei Aufgaben haben: Forschung zu den Umbrüchen nach der Vereinigung; Ausstellungen, die auch die Leistung der Ostdeutschen würdigen; sowie ein Raum für Begegnungen und Veranstaltungen. Auch Plauen im Vogtland sowie Leipzig (beides Sachsen) oder Frankfurt/Oder (Brandenburg) gehören zu möglichen Kandidaten. Berlin und Brandenburg unterstützen gemeinsam die Frankfurter Ambitionen. Leipzig sieht das Zukunftszentrum als «ideale Ergänzung zu unserem geplanten Forum für Freiheit und Bürgerrechte», wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) vor einiger Zeit sagte. Sachsen hat insgesamt 150 000 Euro für Bewerberstädte bereitgestellt. Geschätzt werden die Kosten für das Zukunftszentrum auf 200 bis 220 Millionen Euro. (dpa)