Zunächst noch eisig kalt, später milder und zunehmend stürmisch

Sonnig und bis 25 Grad warm – so war das Wetter im ägyptischen Badeort Hurghada von wo Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET vergangene Nacht zurückkehrte.

„Klimatisch gesehen waren die plus 25 Grad in Hurghada und minus 5 Grad in Frankfurt ein leichter Schock. Aufgrund der aktuellen politischen Lage ist es allerdings eine große Erleichterung wieder in Deutschland zu sein“ so Jung.

„Es war ein mulmiges und bedrückendes Gefühl zu wissen, dass nur 400 km von der Ferienidylle entfernt heftige Kämpfe mit zahlreichen Toten und Verletzten toben. Im Ferienort (Madinat Makadi, ca. 30 km von Hurghada entfernt) selbst hat man allerdings nichts davon zu spüren bekommen. Touristen kamen und gingen und am gestrigen Tag meiner Abreise war das Resort so voll wie selten zuvor. Eine Verstärkung der Sicherheitskräfte konnte ebenfalls nicht beobachtet werden. Beim näheren Gespräch mit Einheimischen und Mitarbeitern der Hotelanlagen konnte man einen tieferen Einblick in die Problematik erhalten und wurde an die europäische Wendezeit 1989/1990 erinnert“ berichtet Dominik Jung.

Vom „heißen Klima“ nun zum Winter in Deutschland. Der zeigt sich bis zur Wochenmitte noch von seiner frostigen und teils freundlichen Seite. Verantwortlich dafür ist nun Hoch Christl – die Nachfolgerin von Hoch Barbara.

Aber: die Sonne hat es am Montag und Dienstag schon deutlich schwerer als am Wochenende. Vielfach bleibt es den ganzen Tag neblig und trüb. Montagmorgen war es wieder bitter kalt: In Oberstdorf zeigte das Thermometer minus 17 Grad, bei Chemnitz waren es minus 16 Grad, in Hof minus 15 Grad, in der Region Augsburg wurden minus 13 Grad gemessen. Es gab keinen Ort, an dem es vergangene Nacht frostfrei war.

Am Montag und Dienstag erwärmt sich die Luft auf minus 4 bis plus 3 Grad. Bei Dauernebel liegen die Höchstwerte meist noch darunter. Ab und zu scheint die Sonne. Am häufigsten wird das heute in einem Streifen vom Saarland bis nach Thüringen der Fall sein.

Zur Wochenmitte greifen dann die beiden Tiefs Klaus und Johannes an und beenden das trockene und frostige Winterwetter. Besonders in Norddeutschland wird es zunehmend stürmisch. In Böen werden hier Windgeschwindigkeiten bis 100 Stundenkilometer erwartet, an der See auch darüber.

Im Übergangsbereich zwischen Frostluft und milder Meeresluft gibt es am Mittwoch noch mal ein gefährliches Gemisch aus Schnee, Schneeregen und Regen. Bis Freitag klettern die Höchstwerte auf 3 bis 9 Grad. Dann sind auch die eisigen Nächte zunächst vorbei.

„Der Januar endet übrigens mit einer positiven Abweichung von 1,5 Grad, d.h. er war um 1,5 Grad milder als im langjährigen Mittel, nachdem die positive Abweichung zur Monatsmitte noch mehr als 3 Grad betragen hatte“ berichtet Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

wetter.net