„Zurück oder Zukunft?“ – Wie sieht die Stadt der aktiven Bürger aus?

Dresden – Politische Beteiligung wird oft reduziert auf Wahlen.  Dabei haben Bürgerinnen und Bürger auch jenseits des „Gangs zur Urne“ noch viele andere Möglichkeiten mitzureden und sich einzubringen, vor allem auf kommunaler Ebene. Wie sieht die Stadt der aktiven Bürger aus? Was genau bringt kommunale Bürgerbeteiligung und welchen Beitrag kann sie zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten? Diese und weitere Fragen haben Experten aus Wissenschaft und Stadtpolitik am Mittwochabend im Deutschen Hygiene-Museum diskutiert.

Beispiele guter Praxis aus Potsdam und Ludwigsburg gaben Impulse für die Diskussion, die im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden stattfand. In der Landeshauptstadt wird seit 2015 erforscht, wie der Weg zu einer nachhaltigen und innovativen Stadt mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern gelingen kann.

Im Modellprojekt „Stadtteilfonds“ entscheiden Menschen aus den Stadträumen Dresden Johannstadt sowie Pieschen-Süd / Mickten eigenständig über die Förderung von Projekten zur nachhaltigen Entwicklung ihres Gebietes. Ob selbst gestaltete Grünflächen, Kulturaktivitäten oder Nachbarschaftsfeste, Matthias Kunert vom Quartiersmanagment Nördliche Johannstadt sagte, er beobachte in seinem Stadtteil bereits ein reges bürgerschaftliches Engagement. Das Projekt Stadtteilfonds“ habe demnach durchaus Modellcharakter für andere Stadtteile und Städte.

Um Bürgerinnen und Bürger aber auch über den Stadtteil hinaus in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen, müsse Lust auf Mitwirkung gemacht werden. Dr. Stephanie Bock sieht hierbei noch viel Potenzial. In einer immer komplexer werdenden Welt, ist sich Albert Geiger vom Bürgerbüro Bauen in Ludwigsburg zudem sicher, sei es vor allem wichtig, transparent zu arbeiten.

Zurück oder Zukunft – wie wir in Dresden leben wollen. Die nächste Veranstaltung der Diskussionsreihe findet am kommenden Mittwoch im Deutschen Hygiene-Museum statt. Thema an diesem Abend: „Wie geht die Stadt im Klimawandel?“