Zusätzliche Bürgerarbeitsplätze – Stadt beantragt Nachschlag

Der Leipziger Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter. Dies zeigt der positive Trend hinsichtlich des Rückgangs der Arbeitslosenzahlen. +++

„Unsere Bestrebungen sind darauf ausgerichtet, die Vermittlungsbemühungen für langzeitarbeitslose Personen auf dem ersten Arbeitsmarkt weiter zu intensivieren. Die Chancen, sich für einen Job im ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, sind so gut wie lange nicht mehr.“, erklärt Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit.

Albrecht attestiert damit auch dem Modellprojekt „Bürgerarbeit“ eine gute Leipziger Bilanz und verweist auf das abgestimmte Zusammenwirken zwischen Wirtschaftsdezernat und Agentur für Arbeit: „Unsere Arbeitsvermittler im Jobcenter und die Mitarbeiter in meinem Dezernat haben innerhalb der ersten Phase der Bürgerarbeit ganze Arbeit geleistet“. So sind die angestrebten Integrationen bereits jetzt erreicht. Auch die Einrichtung der eigentlichen Bürgerarbeitsplätze ist fast abgeschlossen. 500 öffentlich geförderte Arbeitsverhältnisse sollen in Leipzig dazu beitragen, die Chancen für Langzeitarbeitslose weiter zu erhöhen, mittelfristig auch auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

Bei der Einrichtung der Bürgerarbeitsplätze unterstützt dabei nicht nur die Stadtverwaltung unter Federführung des Referats für Beschäftigungspolitik selbst. Eine Vielzahl von Beschäftigungsträgern und Vereinen bietet zusätzliche Tätigkeiten an, die im öffentlichen Interesse liegen. Leipzig hatte ursprünglich ein Kontingent von 500 Bürgerarbeitsplätzen mit der Agentur für Arbeit vereinbart und durch das Jobcenter beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragt. Durch den guten Start ist das Kontingent bereits ausgeschöpft und soll nunmehr sogar erweitert werden. Das Jobcenter wurde durch das Dezernat für Wirtschaft und Arbeit beauftragt, weitere Stellen zu beantragen. „Neben den regulären Arbeitsplätzen, die in Leipzig durch Ansiedlungen, Unternehmenserweiterungen und Bestandssicherung entstehen, freuen wir uns auch über jeden Arbeitsplatz, der so entsteht. Auch der zweite Arbeitsmarkt kann dazu beitragen, Fachkräfte für die Region zu entwickeln,“ erklärt Albrecht und betont zugleich die soziale Komponente von Beschäftigungsförderung. „Für viele bedeutet ein Arbeitsplatz, auch wenn dieser zunächst gefördert ist, wieder gebraucht zu werden. Mit der entsprechenden Betreuung kann die Zeit innerhalb eines öffentlich geförderten Arbeitsverhältnisses dazu beitragen, Qualifikationsdefizite abzubauen und mehr Arbeitsmarktnähe zu erreichen. Auch wenn der Fokus stets auf reguläre Beschäftigung ausgerichtet bleibt, benötigen wir Angebote für Menschen, die den Anforderungen des ersten Arbeitsmarkts noch nicht gerecht werden können“. Oftmals sind dies begründete Einschränkungen in der Mobilität aber auch längere Zeiten der Arbeitslosigkeit.

Die erste Zwischenbilanz des Modellprojektes „Bürgerarbeit“ kann sich in Leipzig durchaus sehen lassen. So konnte bereits in der Aktivierungsphase bis September 2011 von 3.000 langzeitarbeitslosen Personen etwa die Hälfte in reguläre Beschäftigung, Ausbildung oder Weiterbildung vermittelt werden. Albrecht verspricht sich auch von der Phase der öffentlich geförderten Beschäftigung einiges: „Anders als in anderen Maßnahmen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projekten weiterhin aktiv durch das Jobcenter betreut – der richtige Weg, um die Heranführung an den ersten Arbeitsmarkt aktiv zu unterstützen.“