Zuwanderung setzt sich auch in 2012 fort

Sachsen konnte sich 2011 bei der Entwicklung von Bevölkerungszahlen und Geburten über mehrere “Hochs“ freuen: Am Jahresende lebten exakt 4.137.051 Menschen in Sachsen. +++

Der Bevölkerungsrückgang fiel im vergangenen Jahr mit 12.426 Personen am niedrigsten seit 1990 aus. 2011 kamen erstmals seit 1997 wieder mehr Menschen nach Sachsen als wegzogen: Der Freistaat verzeichnete im zurückliegenden Jahr 74.188 Zuzüge. Gleichzeitig verließen 70.536 Menschen Sachsen. Es ergibt sich somit für 2011 ein Wanderungsplus von  3652 Personen.„Vor allem die Großstädte Leipzig, Dresden und Chemnitz ziehen junge Leute an. Erfreulich ist aber auch, dass sich die Abwanderung aus den Landkreisen 2011 deutlich abgeschwächt hat“, so Beermann. Der positive Wanderungstrend nach Sachsen habe sich auch im ersten Quartal 2012 fortgesetzt.

„Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Freistaat immer attraktiver zum Leben und Arbeiten wird – für Einheimische, Zugezogene und Rückkehrer“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Johannes Beermann, heute während des zweiten Dialogforums „Demografischer Wandel in Sachsen. Chancen gestalten!“ in Markneukirchen.„Die aktuellen Zahlen der Statistischen Ämter beim Bund und in Sachsen dokumentieren einen hoffnungsvollen Trend. Leider reicht er nicht aus, um das schon bestehende Geburtendefizit zu kompensieren“, sagte der Chef der Staatskanzlei. Dennoch freue er sich sehr über die vielen Geburten im Freistaat. Immerhin erblickten im vergangenen Jahr 34.423 Babys das Licht der Welt. Noch mehr Geburten – nämlich 35.091 – gab es seit 1990 nur im Jahre 2010.„Die Sächsische Staatsregierung hat schon sehr frühzeitig damit begonnen, gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die demografischen Phänomene zu analysieren und sich mit den Prognosen über eine zurückgehende und älter werdende Bevölkerung aktiv auseinanderzusetzen“, sagte Beermann.
 
„Wir sind dabei, mithilfe  unterschiedlichster praktischer Projekte gute Lösungen für Sachsen und seine Kommunen zu erproben“, so Beermann. Es lohne sich für alle Akteure, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Der demografische Wandel mache Veränderungen und Anpassungen in vielen Bereichen nötig und unausweichlich. Aber genau dies eröffne Chancen für neue Wege. So fördere der Freistaat Sachsen beispielsweise seit 2007 über 80 innovative und vielfältige Demografieprojekte mit bisher 3,5 Millionen Euro. Bis zum 30. September 2012 können die Anträge für die neue Förderperiode bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.Weitere Informationen (Zahlen, Fakten, Projekte usw.) zum demografischen Wandel in Sachsen sind auch auf www.demografie.sachsen.de erhältlich.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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