Zwangsabstieg in 3. Liga für HC Leipzig

Leipzig - Der HC Leipzig muss mit der kommenden Spielzeit in die 3. Handball-Liga absteigen. Die Lizenzbedingungen des HBF wurden nicht erfüllt und der finanziell angeschlagene Verein erhält damit keine Lizenz mehr für die Handballbundesliga.

 

Ein schwarzer Tag für alle Handballfreunde in Leipzig. Dem derzeitigen Bundesligisten HC Leipzig steht der Zwangsabstieg in die 3. Liga bevor. Die Leipziger konnten trotz intensiven Anstrengungen die Lizenzbedingungen der Vereinigung Handball Bundesliga Frauen (HBF) nicht erfüllen. Im Februar machte der Verein öffentlich, dass zu Rettung der Lizenz rund 900.000€ nötig waren.

Nach intensiven Verhandlungen mit der Stadt erhielten die Verantwortlichen vor wenigen Wochen die Zusage auf 200.000€ Unterstützung durch den Stadtrat. Diese und andere Maßnahmen scheinen allerdings nicht gereicht zu haben, um die Lizenzbedingungen zu erfüllen.

 

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In einer schriftlichen Stellungnahme des HBF heißt es: "Der HC Leipzig hatte die Lizenz am 19.05.2017 unter einer aufschiebenden Bedingung erhalten. Dabei stand im Vordergrund, die vollständige Erfüllung des als Grundlage für die positive Zuschussentscheidung der Stadt Leipzig notwendigen Sanierungskonzeptes.(...) Da dies innerhalb der gesetzten Frist nicht nachgewiesen werden konnte, sind die Voraussetzungen für eine Lizenzentscheidung und die Teilnahme am Spielbetrieb für die Bundesliga in der Saison 2017/18 nicht erfüllt. Mit dieser Entscheidung zählt der HC Leipzig formal als Absteiger in die dritte Liga."

Wie es jetzt mit dem Verein weiter geht, bleibt unklar. Bereits während der Saison haben mehrere wichtige Spielerinnen den Verein verlassen.