Zwei neue Wohnstätten für geistig behinderte Erwachsene sollen entstehen

Für Erwachsene mit geistigen und mehrfachen Behinderungen sollen zwei neue Wohnheime in der Volksgartenstraße in Schönefeld und Am Vorwerk/ Waldzieststraße 3 in Paunsdorf entstehen.

Dafür hat Oberbürgermeister Burkhard Jung am Montag in seiner Dienstberatung auf Vorschlag der Dezernate Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule sowie Stadtentwicklung und Bau den Baubeschluss auf den Weg gebracht. Träger ist der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB).
Die beiden jetzigen Wohnheime in der Riebeck- und der Bornaischen Straße verfügen über 118 bzw. über 19 Plätze. Die beiden geplanten Neubauten sollen Haus 2 und 3 werden, die nach Fertigstellung zusammen mit dem Haus 1 in Thekla, für das der Baubeschluss bereits in der Juni-Ratsversammlung gefasst wurde, die bisherigen Standorte komplett ersetzen.

Man rechnet für den Schönefelder Neubau mit Planungs- und Baukosten von rund 3,8 Millionen Euro, von denen etwa 2,8 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert werden, die Stadt Leipzig rund 553.000 Euro beiträgt und der Anteil des Eigenbetriebes fast 357.000 Euro beträgt. Die 56 Bewohner sollen im Neubau in sieben Wohngruppen untergebracht werden.

Für den Neubau in Paunsdorf wird mit etwa drei Millionen Euro Planungs- und Baukosten gerechnet. Der Freistaat fördert das Projekt mit knapp 2,3 Millionen Euro, die Stadt Leipzig trägt rund 372.000 Euro bei und der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe beteiligt sich mit 352.000 Euro. Von den 44 Plätzen in sechs Gruppen werden 16 Plätze für Rollstuhlfahrer geeignet sein.

Beide Gebäude werden komplett barrierefrei geplant und sollen von 2010 bis 2011 entstehen. Die beiden Standorte in Schönefeld und in Paunsdorf sind gut durch den öffentlichen Nahverkehr erschlossen und weisen eine fußläufige Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten auf. Im Haus 2 in Schönefeld wird durch die Gestaltung der Außenanlagen mit Baumpflanzungen und barrierefreier Wegeführung ein attraktives Umfeld für die Bewohner geschaffen.

Die Verwaltungsvorlagen werden nach Durchlaufen der entsprechenden Ausschüsse voraussichtlich in der September-Ratsversammlung votiert.