Zweite Zufahrtsstraße soll Anwohner entlasten

Chemnitz – Die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber am Adalbert-Stifter-Weg im Chemnitzer Stadtteil Ebersdorf war vor allem in den Zeiten ihrer Überbelegung immer wieder in den Schlagzeilen.

Auf engsten Raum eskalierten Konflikte – häufige Polizei- und Feuerwehreinsätze waren die Folge. Darunter zu leiden hatten auch die Anwohner des Wohngebietes, durch dass alle Fahrzeuge rollen müssen, wenn sie die Erstaufnahmeeinrichtung ansteuern.

Dies soll in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören, denn nun soll der Bau einer zweiten Zufahrtsstraße in die Wege geleitet werden. Dafür wurde zwischen dem Freistaat Sachsen und der Stadt Chemnitz eine Durchführungs- und Finanzierungsvereinbarung geschlossen. Das heißt, die Stadt baut – der Freistaat zahlt. 2,4 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten.

Die neue Zufahrtsstraße soll an der Glösaer Straße in Höhe des Umspannwerks der Deutschen Bahn ansetzen und führt dann über eine Länge von 900 Metern durch zwei Kleingartenanlagen hindurch. Von Osten wird sie dann seitlich an die Erstaufnahmeeinrichtung herangeführt, wo aktuell Arbeiten an der Wasserleitung stattfinden. Die neue Straße wird sich komplett auf kommunalem Grund befinden, so dass keine zusätzlichen Grundstücke angekauft werden müssen.

Wenn der Chemnitzer Stadtrat dem Bauvorhaben in seiner jetzigen Form zustimmt, könnte im Oktober dieses Jahres mit den ersten Arbeiten begonnen werden. Eine Fertigstellung ist für Ende 2018 anvisiert.