Zweiter Streik bei Amazon

ver.di will eine bessere Entlohnung der Mitarbeiter durchsetzen. +++

Am 27. Mai um 6:30 Uhr haben die ersten 200 Mitarbeiter bei Amazon in Leipzig die Arbeit niedergelegt.

„Wir wollen zeigen, dass bei Amazon keine heile Welt herrscht, sondern eine große Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen“, erklärte ver.di-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

Am Nachmittag erwartet die Amazon-Geschäftsführung mehrere Kommunalpolitiker am sächsischen Standort.

Gefordert sind Konditionen, die dem Branchen-Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entsprichen. Es gibt kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld, zudem werden Nachtarbeitszuschläge erst ab Mitternacht gezahlt. Bislang orientiert sich der Internet-Versandhandel an der Bezahlung der Logistikbranche.

Bereits am 14. Mai hatte ver.di in Leipzig und Bad Hersfeld zum ersten Streik bei Amazon aufgerufen. Rund die Hälfte der jeweiligen Belegschaft war dem Aufruf gefolgt. „Wir werden erst Ruhe geben, wenn wir einen Tarifvertrag haben“, sagte Lauenroth-Mago am Montag.

Der Streik soll den ganzen Tag andauern.