Zwingt Corona Gastronomen in die Knie

Sachsen- Nachdem bereits Anfang des Jahres Sachsens Gaststätten coronabedingt geschlossen bleiben mussten, schlägt die Branche nun erneut Alarm.

Claudia Lappöhn, Vorstandsmitglied im Verein Chemnitzer Köche und Betreiberin einer Gastronomischen Einrichtung, hat bereits bei einem Bauern in der Umgebung Produkte fürs Weihnachtsgeschäft geordert, darunter allein 100 Gänse fürs Martinsfest. Doch ob sie die auch im Restaurant servieren kann, ist offen. Die unklare Situation ist für sie und andere Gastronomen ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Mit schnellem Umstellen auf Hauslieferung und zurück auf Gastbetreib konnte sie bisher zumindest die Hälfte ihrer normalen Umsätze erwirtschaften. Doch angesichts der zweiten Welle an Corona-Infektionen schaut sie in einer unsichere Zukunft.

Laut dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist die Branche in Sachsen Arbeitgeber für rund 60.000 Beschäftigte in 10.000 Betrieben. Sie erwirtschafteten 2019 rund drei Milliarden Euro Umsatz.