Mo., 16.03.2026 , 12:15 Uhr

„Zwischenwelten“ zeigt Werke von Steffen Schuster in Dresden

100. Ausstellung im Restaurant Kastenmeiers

Im Restaurant „Kastenmeiers“ in Dresden ist die 100. Ausstellung seit 2010 zu sehen. Unter dem Titel „Zwischenwelten“ präsentiert der Radebeuler Künstler Steffen Schuster Werke zwischen Malerei, Fotografie und digitaler Kunst.

Dresden - Im Restaurant „Kastenmeiers“ im Dresdner Taschenbergpalais ist derzeit die 100. Kunstausstellung seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2010 zu sehen. Unter dem Titel „Zwischenwelten“ präsentiert der Radebeuler Künstler Steffen Schuster seine Arbeiten, die sich im Spannungsfeld zwischen Malerei, Fotografie und digitaler Kunst bewegen. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. April zu sehen.

Schuster ist gelernter Grafiker und Inhaber einer Marketing- und Eventagentur. In seinen Arbeiten kombiniert er verschiedene Techniken. Acrylmalerei trifft auf Fotografie, ergänzt durch digitale Bearbeitung. Die Werke entstehen in einem aufwendigen Prozess aus mehreren Arbeitsschritten und Schichten. Erst nach sieben Bearbeitungsphasen erhalten die Motive ihre endgültige Form.

Zu sehen sind unter anderem künstlerisch verfremdete Darstellungen bekannter Dresdner Bauwerke wie Frauenkirche, Kronentor oder Semperoper. Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich fiktiven Orten. Diese entstanden zunächst als Zeichnungen auf dem iPad und sind von Science-Fiction-Welten sowie internationalen Metropolen inspiriert.

Die Ausstellung ist montags bis samstags während der Öffnungszeiten des Restaurants ab 17 Uhr zu sehen. Darüber hinaus können Interessierte die Werke auch unabhängig von einem Restaurantbesuch täglich zwischen 14 und 17 Uhr besichtigen.

Kunst als Teil des Restaurantkonzepts

Wechselnde Kunstausstellungen gehören seit der Eröffnung des Restaurants im Jahr 2010 zum Konzept von Betreiber Gerd Kastenmeier. Damals eröffnete er sein Fischrestaurant im Kurländer Palais in Dresden. Die naturbelassenen Sandsteinmauern des historischen Gebäudes boten einen besonderen Hintergrund für die präsentierten Werke.

Als das Restaurant im Mai 2019 in das Taschenbergpalais umzog, wurde das Ausstellungskonzept fortgeführt. Dort dienen organische, grau gehaltene Lehmputzwände als Präsentationsfläche für die Kunstwerke.

Von regionalen Künstlern bis zu prominenten Namen

Zur ersten Ausstellung im Jahr 2010 präsentierte der Künstler Erik Born – damals unter dem Namen NoName – Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow oder dem Dalai Lama. Parallel stellte der sächsische Bildhauer Thomas Reichstein mehrere Jahre lang Skulpturen im Kurländer Palais aus.

Die zweite Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Walentowski Galerie Dresden und zeigte Werke von Musiker und Künstler Udo Lindenberg, der seine sogenannten Likörelle präsentierte. Auch in den Folgejahren wurden gemeinsam mit der Galerie mehrere bekannte Künstler ausgestellt. Ein Höhepunkt war eine Vernissage mit Frank Zander. Der Pop-Art-Künstler Michel Friess stellte ebenfalls mehrfach aus.

Den Großteil der rund 100 Ausstellungen bestreiten jedoch Künstler aus Sachsen. Viele von ihnen sind nur selten in klassischen Galerien vertreten und nutzen die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Einige Künstler waren im Laufe der Jahre sogar mehrfach vertreten.

Große Vielfalt der Kunstformen

Im Laufe der Jahre wurden im „Kastenmeiers“ unterschiedlichste Kunststile und Techniken gezeigt. Dazu zählen Siebdruck, Acryl- und Ölmalerei, Collagen, Airbrush-Arbeiten oder Fotografie. Die Motive reichen von verfremdeten Stadtansichten über Fantasielandschaften bis hin zu Porträts bekannter Persönlichkeiten.

Auch großformatige Werke gehörten zu den Ausstellungen. Ein Beispiel ist ein knapp zwei mal zwei Meter großes Bild des Thüringer Künstlers Jörg Wolke, der sonst Motive von Bands wie den Rolling Stones oder Metallica auf Sattelschlepper malt.

Die Kunstwerke sind für Besucher kostenfrei zugänglich. Viele Gäste verbinden den Restaurantbesuch mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Nicht selten wechseln einzelne Werke im Laufe der Ausstellung den Besitzer.