Dresden - Sachsen erhält 11,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Das hat der Haushaltsausschuss im Bundestag entschieden. Von der Fördersumme profitieren sechs Projekte im Freistaat. Bundesweit war die Konkurrenz um die Mittel groß.
Die höchste Einzelförderung in Sachsen geht in den Landkreis Zwickau. Für die Sanierung und Erweiterung der Sportfreianlage Am Sandberg in Wilkau-Haßlau sind rund 5 Millionen Euro vorgesehen. In Dresden wird die Sanierung der Margon-Arena-Sporthalle mit 2,25 Millionen Euro unterstützt.
Weitere Fördermittel gehen an die Jahnsporthalle in Görlitz, die 1,3 Millionen Euro erhalten soll, sowie an die Döllnitzhalle in Oschatz mit 1 Million Euro. Auch Leipzig profitiert von dem Programm: Für das Kunstrasenspielfeld des Alfred-Kunze-Sportparks sind 950.000 Euro eingeplant. In Rodewisch im Vogtland wird ein Kleinspielfeld mit 705.000 Euro gefördert.
Nach Angaben aus dem Haushaltsausschuss ist die Unterstützung für viele Kommunen von besonderer Bedeutung. Die Leipziger Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Haushaltsausschusses, Paula Piechotta von den Grünen, erklärte laut Mitteilung, die Förderung sei gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte wichtig. Davon profitiere Ostdeutschland mit seiner Vielzahl an Traditionsvereinen besonders, da der Sanierungsbedarf bei vielen Sportanlagen hoch sei.
Wie groß der Wettbewerb um die Fördergelder war, zeigt ein Blick auf die bundesweiten Zahlen. Für die erste Förderrunde des Programms waren bis Mitte Januar mehr als 3.600 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Euro eingegangen. Zur Verfügung standen bundesweit 333 Millionen Euro. Über die Auswahl der geförderten Projekte entschied der Haushaltsausschuss des Bundestages.
Auch der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltsausschuss-Mitglied Carsten Körber bewertete das Ergebnis positiv. Angesichts der hohen Zahl an Anträgen sei es ein starkes Resultat, dass sechs Vorhaben aus Sachsen berücksichtigt wurden. Zugleich machte er deutlich, dass viele weitere Projekte zunächst ohne Förderung bleiben.
Das Bundesprogramm ist auf mehrere Jahre angelegt. Bis 2028 sind zwei weitere Förderrunden vorgesehen, in denen jeweils erneut 333 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen. Zusätzlich stehen im Bundeshaushalt bundesweit weitere 250 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung.
Für Sachsen bedeutet die aktuelle Entscheidung damit einen ersten Zuschlag in einem stark nachgefragten Förderprogramm. Besonders in Leipzig rückt mit der Förderung für das Kunstrasenspielfeld im Alfred-Kunze-Sportpark nun auch ein lokales Projekt in den Fokus.