Dresden - Die Zahl der Badetoten in Sachsen ist deutlich gestiegen. Zwischen Jahresbeginn und Ende Juli kamen 13 Menschen in sächsischen Gewässern ums Leben. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren sieben Todesfälle registriert worden.
Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich in Seen. Dort starben nach Angaben der DLRG sechs Menschen.
Unter den 13 Todesopfern waren neun Männer und zwei Frauen. Bei zwei weiteren Fällen war das Geschlecht in der Statistik nicht bekannt.
Auch bundesweit sind Männer deutlich häufiger von tödlichen Badeunfällen betroffen. Über alle Altersgruppen hinweg waren nach Angaben der DLRG 85 Prozent der Verunglückten männlich.
DLRG-Präsidentin Ute Vogt verwies unter anderem auf riskantes Verhalten in Verbindung mit Alkohol oder anderen Drogen. Dies führe besonders bei Jungen und jungen Männern zu Badeunfällen. Zudem gerieten Menschen in Gefahr, die nicht oder nur unsicher schwimmen könnten.
Bundesweit kamen in den ersten sieben Monaten des Jahres mindestens 261 Menschen in Gewässern ums Leben. Das waren 15 Todesfälle mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Besonders viele Unglücke ereigneten sich im Juni. In diesem Monat ertranken 101 Menschen und damit fast 40 Prozent aller bis Ende Juli registrierten Todesopfer. Mehr als 100 Badetote in einem Juni hatte es laut DLRG zuletzt vor 23 Jahren gegeben.
Nach der extremen Hitzewelle Ende Juni ging die Zahl der Todesfälle in den folgenden Wochen zurück. Im Juli kamen bundesweit dennoch 59 Menschen in Gewässern ums Leben. Das waren sechs mehr als im Juli des Vorjahres.