Mi., 22.04.2026 , 14:38 Uhr

Spendenkampagne läuft weiter, Arbeiten gehen planmäßig voran

150.000 Euro für Dresdens Römisches Bad

Für die Sanierung des Römischen Bades in Dresden sind bislang rund 150.000 Euro an Spenden eingegangen. Die Arbeiten laufen weiter, die Fontäne bleibt ein zentrales Ziel.

Dresden - Die Sanierung des Römischen Bades am Schloss Albrechtsberg in Dresden kommt nach Angaben der Stadt planmäßig voran. Seit dem Baustart im Mai 2025 wurden bereits umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen umgesetzt. Gleichzeitig wächst die Unterstützung aus der Bürgerschaft: Auf dem städtischen Spendenkonto sind bislang rund 150.000 Euro eingegangen. Die Mittel sollen vor allem in die Erneuerung der Brunnentechnik und des Wasserbeckens fließen, damit die historische Fontäne künftig wieder in Betrieb gehen kann.

In der aktuellen Bausaison konzentrieren sich die Arbeiten nach Angaben der Landeshauptstadt Dresden insbesondere auf die Kolonnaden, den westlichen Portikus und die Treppenanlage. Bereits umgesetzt wurden unter anderem eine neue Abdichtung der oberen Kolonnaden zum Schutz vor weiteren Wasserschäden, Rohbauarbeiten in den beiden Treppenräumen zur Vorbereitung eines öffentlichen WCs und der künftigen Pumpentechnik sowie Sicherungsmaßnahmen an der Stützwand im westlichen Treppenraum. Zudem wurden Balustraden demontiert, Natursteinflächen gereinigt und am westlichen Portikus Säulen abgestützt sowie Bauteile zur Restaurierung ausgebaut.

Mit dem Ende der Winterruhe der Fledermäuse konnten die Arbeiten an den Kolonnaden fortgesetzt werden. Dort werden Balustraden gereinigt, ergänzt und neu verankert. Auch Sandsteine, Putzflächen und die historische Farbfassung stehen auf dem Arbeitsplan. Diese Bauphase läuft laut Stadt bis zum 16. August 2026. Danach beginnt erneut die Schutzzeit der Tiere, in der in diesem Bereich keine lauten oder erschütterungsintensiven Arbeiten möglich sind. Das Römische Bad gilt als Fledermausquartier von überregionaler Bedeutung. Nach Angaben der Stadt verbrachten dort von Mitte August 2025 bis Ende März 2026 mehr als 1.000 Abendsegler ihre Winterruhe.

Ab 2027 soll sich der Fokus der Sanierung auf das Wasserbecken richten. Die derzeitige Anlage aus DDR-Zeiten soll zurückgebaut und durch ein neues Becken nach historischem Vorbild ersetzt werden. Ziel bleibt, die Fontäne des Brunnens wieder sprudeln zu lassen. Zugleich verweist die Stadt darauf, dass für den Abschluss der Arbeiten weiterhin Geld fehlt. Auch angrenzende Bereiche der denkmalgeschützten Parkanlage müssten noch wiederhergestellt werden, darunter historische Wege mit Sandsteinrinnen und notwendige Nachpflanzungen.

Baubürgermeister Stephan Kühn dankte den bisherigen Unterstützern und warb zugleich um weitere Spenden. Die Stadt plant auch 2026 zusätzliche Veranstaltungen und Aktionen zugunsten des Projekts. Nach einem Benefizkonzert im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele sollen unter anderem Führungen zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 sowie ein Baustellen-Picknick weitere Einblicke in den Baufortschritt geben und zusätzliche Unterstützung mobilisieren. Die Stadt verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, insgesamt eine Million Euro an Spenden einzuwerben, um weitere Bauabschnitte und Fördermittel zu ermöglichen.

Das Römische Bad ist Teil der Gartenanlage von Schloss Albrechtsberg und nach Angaben der Stadt in Sachsen architektonisch einzigartig. Die Anlage liegt am Elbhang, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im italienischen Stil errichtet und ist seit 2012 aus bautechnischen Gründen gesperrt. Zu den markanten Elementen zählen das große Wasserbecken mit Fontäne sowie die halbkreisförmig angeordneten Kolonnaden.

Auch aus der Politik kommt Unterstützung für das Projekt. In einer Stellungnahme begrüßten die Dresdner SPD-Stadträtin Kristin Sturm-Karls und der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas die aktuellen Fortschritte. Zugleich betonten sie, dass für die weitere Sanierung verlässliche Finanzierungszusagen nötig seien. Pallas verwies darauf, dass bereits im Januar 2023 eine Landesförderung in Höhe von 500.000 Euro auf den Weg gebracht worden sei. Auf seiner Website schrieb er damals zudem, dass im Stadtrat eine Beteiligung der Stadt in Höhe von einer Million Euro verhandelt worden sei.

Damit zeigt sich: Die Sanierung des Römischen Bades ist sichtbar vorangekommen, abgeschlossen ist das Projekt jedoch noch nicht. Neben dem Baufortschritt bleibt die Finanzierung ein zentrales Thema.