Dresden - Die Handwerksbetriebe in Ostsachsen setzen weiterhin auf die Ausbildung junger Fachkräfte. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage haben in diesem Jahr 2.238 Frauen und Männer eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Handwerkskammer Dresden hervor. Damit liegt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge nur leicht unter dem Vorjahresniveau.
Zum Stichtag 31. Oktober 2026 wurden im Kammerbezirk Dresden insgesamt 2.238 neue Ausbildungsverträge registriert. Darunter sind 504 Frauen und 1.734 Männer.
Im vergangenen Jahr hatten 2.282 Menschen eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Damit wurden in diesem Jahr 44 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,9 Prozent.
Die Zahlen umfassen die Landkreise Meißen, Bautzen, Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden.
Die Handwerkskammer Dresden bewertet die Entwicklung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv.
„Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, das Handwerk ist der Ausbilder der Nation und übernimmt Verantwortung. Auch wenn die Konjunktur schwächelt, bilden die Handwerksbetriebe weiter aus“, erklärt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden.
Die Unternehmen würden damit auch langfristig ihre Personalplanung sichern. „Die Betriebe wissen: Wer morgen Fachkräfte braucht, muss sich schon heute um den Nachwuchs kümmern“, so Brzezinski.
Neben den neuen Ausbildungsverträgen verweist die Handwerkskammer auf die Ergebnisse der diesjährigen Sommerprüfungen.
Insgesamt 912 Frauen und Männer haben ihre Gesellen- und Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. Sie stehen dem Arbeitsmarkt damit als ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung.
Die Handwerkskammer betont die Bedeutung dieser Absolventen für die regionale Wirtschaft und die Fachkräftesicherung in den Betrieben.
Das Handwerk in Ostsachsen bietet Ausbildungsmöglichkeiten in mehr als 80 verschiedenen Berufen. Die Bandbreite reicht von technischen und industriell geprägten Tätigkeiten bis zu klassischen Handwerksberufen.
Besonders viele neue Ausbildungsverträge wurden 2026 im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik abgeschlossen. Mit 335 Verträgen liegt dieser Beruf an der Spitze der Ausbildungsstatistik.
Es folgen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 187 neuen Verträgen und Elektroniker mit 186 Verträgen.
Auch Friseure (106), Tischler (100), Maler und Lackierer (98), Dachdecker (89) sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (85) gehören zu den beliebtesten Ausbildungsberufen der Region.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Ausbildung im Handwerk trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin eine wichtige Rolle in Ostsachsen spielt.
Mit mehr als 2.200 neuen Ausbildungsverträgen und über 900 erfolgreichen Abschlussprüfungen im Sommer bleibt das regionale Handwerk ein bedeutender Ausbildungsbereich.
Für die Betriebe ist die Nachwuchsförderung dabei auch eine Möglichkeit, den künftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken.