Mo., 30.06.2025 , 11:07 Uhr

Landgericht Dresden prüft Anklage nach Babyleiche-Fund in Biomüll

23-Jährige wegen Totschlags in Freital angeklagt

Nach dem Fund einer Babyleiche in Freital hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen eine 23-jährige Frau erhoben. Das Landgericht prüft nun die Eröffnung des Verfahrens.

Babyleiche in Biomülltonne: 23-Jährige wegen Totschlags angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen eine 23-jährige Frau aus Freital erhoben. Der Vorwurf: Totschlag. Die junge Deutsche soll Anfang Februar 2025 in ihrer Wohnung ein Kind zur Welt gebracht haben. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden lebte das Neugeborene nach der Geburt. Zwischen dem 5. und 7. Februar 2025 soll die Beschuldigte das Kind auf bislang nicht eindeutig geklärte Weise getötet und anschließend in eine Biomülltonne geworfen haben.

Am Nachmittag des 7. Februar 2025 wurde der leblose Körper des Säuglings auf dem Gelände eines Abfallunternehmens in Freital entdeckt. Noch am 12. Februar nahm die Polizei die 23-Jährige fest. Seither befindet sie sich in Untersuchungshaft. Die Frau war bislang nicht vorbestraft.

Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden geführt. Das Schwurgericht des Landgerichts Dresden prüft derzeit die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens. Ein konkreter Termin für die Hauptverhandlung steht noch aus.