Mit viel Applaus und Standing Ovations ist die Stadtteiloper „Plattenspieler:innen“ in Dresden-Prohlis gefeiert worden. Rund 300 Mitwirkende, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche, standen bei der Premiere auf der Bühne einer zur Spielstätte umgebauten Turnhalle.
Hinter der Oper steht das Sozialprojekt „Musaik“, das seit 2017 Kindern und Jugendlichen in Prohlis kostenlosen Musikunterricht ermöglicht. Im Orchester musizieren junge Menschen aus mehr als 15 Nationen gemeinsam. Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen und das Miteinander zu stärken.
Die Oper erzählt eine Geschichte rund um den Halley'schen Kometen und den aus Prohlis stammenden Amateurastronomen Johann Georg Palitzsch. Dieser wurde berühmt, weil er 1758 als Erster die vorhergesagte Wiederkehr des Kometen beobachtete. Im Stück landet ein singender Stein aus dem Kometen in Prohlis und begleitet die Entwicklung des Stadtteils über viele Jahrhunderte hinweg. Dabei verbinden sich Schauspiel, Tanz, Chorgesang und Orchestermusik.
Etwa 150 Grund- und Oberschülerinnen und -schüler wirkten als Darstellende mit. Neben humorvollen Szenen wurden auch ernstere Themen aufgegriffen, darunter die Entwicklung des Stadtteils nach der Wende und seine zunehmende Vielfalt.
Am Ende stand eine klare Botschaft: Zusammenhalt macht stark. Unter großem Beifall verabschiedeten sich die Mitwirkenden von ihrem Publikum.