Fr., 11.09.2026 , 09:47 Uhr

Tag des offenen Denkmals zeigt historische Gebäude und technische Anlagen

689 Denkmäler in Sachsen öffnen ihre Türen

Am Sonntag öffnen in Sachsen 689 Denkmäler ihre Türen. Viele historische Gebäude und Anlagen sind sonst für Besucher nicht zugänglich.

Hainichen - Sachsen zeigt am Sonntag einen Teil seines historischen Erbes: Zum Tag des offenen Denkmals sind im Freistaat 689 Objekte als Besuchsorte bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gelistet. Neben bekannten Bauwerken können Besucher dabei auch Gebäude und Anlagen kennenlernen, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. Vielerorts werden zusätzlich Führungen angeboten.

Der bundesweite Aktionstag findet seit 1993 statt. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Nach Angaben der Stiftung wurden bundesweit bereits im Vorfeld mehr als 6.500 Denkmäler angemeldet. Sie bezeichnet den Tag des offenen Denkmals als das größte Kulturevent Deutschlands.

Zentrale Veranstaltung in Hainichen

Die zentrale Veranstaltung für Sachsen findet im Goldenen Löwen in Hainichen statt. Allein im Landkreis Mittelsachsen können rund 50 Objekte besucht werden.

Dazu gehören unter anderem die Alte Försterei Naundorf in Bobritzsch-Hilbersdorf, die Bachmühle im Harthaer Ortsteil Steina, die historische Erzwäsche in Halsbrücke, der Wasserturm in Freiberg sowie der Bahnhof im Peniger Ortsteil Amerika.

Der Aktionstag soll Besuchern nicht nur Einblicke in historische Gebäude ermöglichen. An vielen Orten können sie auch erfahren, wie Denkmale erhalten werden und welche Bedeutung die Anlagen früher für ihre Umgebung hatten.

Kinder und Jugendliche engagieren sich für Denkmale

In Hainichen wird außerdem der Kinder- und Jugenddenkmalpreis des Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung verliehen. Damit wird das Engagement von Schülern gewürdigt, die am Projekt „PEGASUS – Schulen adoptieren Denkmale“ teilgenommen haben.

Der Landkreis Mittelsachsen verbindet den Tag damit auch mit einer Würdigung der Menschen, die sich für den Erhalt historischer Orte einsetzen.

Motto richtet den Blick auf historische Netzwerke

Der Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen damit insbesondere historische Orte und Anlagen, die Menschen miteinander verbunden oder das gesellschaftliche Leben geprägt haben.

Dazu zählen beispielsweise Mühlen, Bergbauanlagen, Schulen, Verkehrswege und weitere technische Denkmale. Gleichzeitig bezieht sich das Motto auf die Menschen, die sich gemeinsam für den Denkmalschutz engagieren.

„Gleichzeitig greift das Motto die Netzwerke der Menschen auf, die sich gemeinsam für den Denkmalschutz engagieren“, teilte das Landratsamt Mittelsachsen mit.

Mehr als 6.500 Denkmäler bundesweit

Bundesweit wurden für den Aktionstag mehr als 6.500 Denkmäler angemeldet. Besucher sollen dabei nicht nur historische Orte besichtigen, sondern auch mit Menschen ins Gespräch kommen, die sich mit deren Geschichte und Erhalt beschäftigen.

Sarah Wiechers von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz betont, dass sich das Angebot sowohl an Menschen richtet, die erstmals ein Denkmal besuchen, als auch an langjährige Interessierte. Auch Familien können sich dabei mit der historischen Umgebung oder traditionellem Handwerk beschäftigen.

Der Tag des offenen Denkmals bietet damit in Sachsen an Hunderten Orten die Gelegenheit, bekannte und weniger bekannte Zeugnisse der Geschichte aus einer Perspektive kennenzulernen, die im Alltag oftmals nicht möglich ist.