Dresden - Die dringend notwendige Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums in Dresden-Hosterwitz kann beginnen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Landeshauptstadt Dresden mit einer Spende in Höhe von 70.000 Euro für die Instandsetzung des historischen Dachstuhls. Gemeinsam mit rund 72.000 Euro städtischen Eigenmitteln ist damit die Finanzierung des ersten Bauabschnitts gesichert.
Die Bauarbeiten sollen im November 2026 beginnen und nach derzeitiger Planung im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.
Den Spendenscheck überreichte Christian Schreiber, Leiter des Ortskuratoriums Dresden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sowie Museumsleiterin Dr. Romy Donath. Bereits Anfang Mai hatten die Stiftung und die Landeshauptstadt den Fördervertrag unterzeichnet.
Baubürgermeister Stephan Kühn bezeichnete die Spende als wichtige Unterstützung für den Start der umfassenden Sanierung. Das ehemalige Winzerhaus und Wohnhaus Carl Maria von Webers sei ein bedeutender Ort der Musikgeschichte, dessen Erhalt über Dresden hinaus wichtig sei.
Auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch hob die kulturhistorische Bedeutung des Museums hervor. Die Sanierung sichere ein bedeutendes Zeugnis der Musik- und Kulturgeschichte und mache das Wirken Carl Maria von Webers auch künftig erlebbar.
Das Carl-Maria-von-Weber-Museum befindet sich im ehemaligen Sommerhaus des Komponisten in Dresden-Hosterwitz. Das Gebäude wurde als Winzerhaus im Jahr 1665 errichtet und wird seit 1957 als Museum genutzt. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern Dresdens.
Im Herbst 2024 musste das Museum geschlossen werden, nachdem Untersuchungen erhebliche Schäden an der historischen Bausubstanz ergeben hatten. Betroffen sind insbesondere das Fachwerk im Obergeschoss, die Holzbalkendecken und der Dachstuhl. Zudem entspricht die technische Gebäudeausrüstung nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz und Museumsbetrieb.
Mit der Dachstuhlsanierung beginnt die denkmalgerechte Instandsetzung des gesamten Gebäudes. Geplant sind unter anderem Arbeiten am Fachwerk, an Holzbalkendecken, Dach und Fassade sowie die Restaurierung von Fenstern und Türen.
Darüber hinaus werden die Haustechnik erneuert, der Brandschutz modernisiert und Voraussetzungen für eine barrierefreie Nutzung geschaffen. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll eine vollständig neu konzipierte Dauerausstellung mit moderner Medientechnik entstehen.
Die Wiedereröffnung des Museums ist nach aktuellem Stand für das Jahr 2030 vorgesehen. Die Gesamtkosten der Sanierung beziffert die Landeshauptstadt Dresden auf rund 4,2 Millionen Euro. Fördermittel des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm wurden bereits bewilligt.
Für die Sanierung werden weiterhin Spenden gesammelt. Informationen zur Unterstützung stellt das Carl-Maria-von-Weber-Museum auf seiner offiziellen Spendenseite bereit. Das Museum weist darauf hin, dass die denkmalgerechte Instandsetzung und die Neugestaltung des Hauses auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen sind.