Leipzig: Das gemeinsame Abhörzentrum der Polizei in Leipzig nähert sich nach jahrelangen Verzögerungen dem geplanten Start. Wie das sächsische Innenministerium mitteilte, arbeiten im „Gemeinsamen Kompetenz- und Dienstleistungszentrum“, kurz GKDZ, derzeit 35 Menschen.
Bis zum sogenannten Wirkbetrieb sollen es voraussichtlich rund 40 Beschäftigte sein. Ab 2027 sollen die Polizeien von Sachsen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen schrittweise an die technische Infrastruktur angeschlossen werden.
Das Zentrum soll die fünf Bundesländer bei der Telekommunikationsüberwachung zur Aufklärung schwerer Straftaten unterstützen. Dazu können bei entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen etwa Telefonanschlüsse, Handys oder Messenger-Kommunikation überwacht werden. Ursprünglich sollte das GKDZ bereits 2024 betriebsbereit sein. Probleme bei der Entwicklung des Überwachungssystems sowie personelle Schwierigkeiten bei einem beauftragten Unternehmen hatten den Start verzögert.