Mi., 15.04.2026 , 09:44 Uhr

27 in Sachsen untergebrachte Georgier wurden per Charterflug abgeschoben

Abschiebeflug ab Leipzig/Halle nach Georgien

Ein Charterflug ab Leipzig/Halle brachte 27 in Sachsen untergebrachte Georgier zurück. Innenminister Schuster nennt den Airport zudem als möglichen Standort.

Dresden/Leipzig - Mit einem Charterflug ab dem Flughafen Leipzig/Halle sind 27 in Sachsen untergebrachte georgische Staatsangehörige abgeschoben worden. Das teilte das sächsische Innenministerium mit. Insgesamt wurden bei dem Flug 46 Georgier aus mehreren Bundesländern in ihr Heimatland zurückgebracht.

Nach Angaben des Ministeriums befanden sich unter den aus Sachsen abgeschobenen Personen auch zwei Straftäter. Der Flug startete demnach am Dienstag vom Flughafen Leipzig/Halle.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) erklärte, Ziel sei es, die Aufenthaltsbeendigung von Personen ohne Schutzstatus „auf hohem Niveau“ zu vollziehen. In diesem Zusammenhang brachte er den Flughafen Leipzig/Halle auch als möglichen zentralen Standort für ein Bundesausreisezentrum ins Gespräch. Einen entsprechenden Vorschlag habe er beim Bundesinnenminister eingebracht.

Das Ministerium verwies zudem auf die Zahl georgischer Asylsuchender in Sachsen. Demnach lebten im Jahr 2025 insgesamt 213 Asylsuchende aus Georgien in den Aufnahmeeinrichtungen des Freistaats. Gleichzeitig liege die Schutzquote für Asylbewerber aus Georgien nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge bei 0,7 Prozent.

Georgien gilt in Deutschland als sicherer Herkunftsstaat. Diese Einstufung spielt bei der Bewertung von Asylanträgen eine wichtige Rolle.

Der Flughafen Leipzig/Halle rückt mit dem aktuellen Abschiebeflug damit nicht nur als Abflugort in den Fokus. Durch die Überlegungen des Innenministers könnte er künftig auch bei Rückführungen auf Bundesebene eine größere Rolle spielen.