Fr., 07.11.2025 , 09:33 Uhr

Verkehrseinschränkungen auf der B2 wegen Untersuchungen an der Spannbetonbrücke

Agra-Brücke bei Leipzig wird überprüft

Die Agra-Brücke südlich von Leipzig wird ab heute genauer untersucht. Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Die Arbeiten dauern rund zehn Tage.

Leipzig – Die Agra-Brücke südlich von Leipzig wird ab Freitag, dem 7. November 2025, einer umfassenden technischen Untersuchung unterzogen. Das Bauwerk stammt aus den 1970er Jahren und wurde mit sogenanntem Hennigsdorfer Spannstahl errichtet – demselben Material, das auch beim Einsturz der Carolabrücke in Dresden verwendet worden war.

Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mitteilte, soll die Prüfung Aufschluss über den aktuellen Zustand der Brückenkonstruktion geben. Dazu werden an fünf Stellen der Fahrbahnbelag geöffnet und die darunterliegenden Betonbereiche über den Stützen freigelegt. Proben von Spanngliedern, Mörtel und Beton werden anschließend im Labor analysiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen bis zum Jahresende vorliegen.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer bringt die Maßnahme vorübergehende Einschränkungen mit sich. Während der Arbeiten steht auf der Bundesstraße 2, die über die Agra-Brücke führt, nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Das LASuV rechnet mit Verkehrsbehinderungen, insbesondere im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr.

Die Agra-Brücke gilt seit Jahren als sanierungsbedürftig. Bereits seit längerer Zeit darf sie nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde befahren werden. Wegen ihrer Lage ist sie ein zentrales Nadelöhr für den Verkehr, der aus südlicher Richtung nach Leipzig hineinführt. Mit den jetzt gestarteten Untersuchungen will das Landesamt die Grundlage für weitere Entscheidungen über mögliche Sanierungs- oder Ersatzmaßnahmen schaffen.