Leipzig - Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt mit zwei Todesopfern und mehreren Verletzten soll der Fahrer des Autos einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33 Jahre alte deutsche Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Das Motiv des Mannes ist nach bisherigen Angaben weiterhin unklar.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler nicht von einem politischen oder religiösen Motiv aus.
Bei den Todesopfern handelt es sich laut Polizei um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann. Beide waren deutsche Staatsangehörige. Darüber hinaus wurden mehrere Menschen verletzt. Drei Personen erlitten schwere Verletzungen. Zum Zustand weiterer Verletzter und zur Gesamtzahl der Betroffenen liegen bislang keine abschließenden Angaben vor.
Eine Staatsanwältin sprach in einem Pressestatement von einer Amoktat. Auch Sachsens Innenminister Armin Schuster bezeichnete den Fahrer als Amoktäter.
Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann am Montag gegen 16.45 Uhr mit einem Auto über den Augustusplatz in die Grimmaische Straße. Von dort setzte er seine Fahrt weiter bis über den Markt hinaus fort. Dabei erfasste er mehrere Menschen mit seinem Wagen.
Anschließend brachte der Fahrer das Fahrzeug selbst zum Stillstand. Nach Polizeiangaben ließ er sich widerstandslos festnehmen.
Der 33-Jährige wohnt in der Region Leipzig. Er war nach dpa-Informationen bereits polizeibekannt, jedoch nicht einschlägig. Weitere Informationen zu persönlichen Hintergründen oder möglichen Auslösern der Tat liegen derzeit nicht vor.
Unklar bleibt weiterhin, warum der Mann mit dem Auto in die Menschenmenge fuhr. Die Ermittlungen dazu dauern an.