Dresden – Am Montagmorgen wurde eine Streife der Bundespolizei gegen 8:50 Uhr zu einer Sitzgruppe am Querbahnsteig des Dresdner Hauptbahnhofs gerufen. Ein Passant hatte gemeldet, dass ein Mann dort Reisende verbal belästige und aggressiv auftrete.
Die eingesetzten Bundespolizisten trafen wenig später auf den 22-jährigen Deutschen, der der Polizei bereits bekannt war. Schon bei der Identitätsfeststellung zeigte sich der Mann auffällig nervös und zunehmend aggressiv. Auf Nachfrage gab er an, ein Messer in seinem Kapuzenpullover bei sich zu führen, das er freiwillig übergab.
Doch die Lage eskalierte schnell: Der Mann hielt eine Glasflasche in der Hand, mit der er bedrohlich gestikulierte. Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte er sich, die Flasche abzulegen, und kam den Beamten wiederholt zu nah. Dabei beleidigte er die Einsatzkräfte massiv.
Die Situation spitzte sich zu, als der 22-Jährige einer Bundespolizistin mit der Flasche ins Gesicht schlug. Die Beamtin wurde verletzt, konnte ihren Dienst jedoch fortsetzen. Die Polizisten brachten den Angreifer zu Boden und nahmen ihn fest.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte eine kristalline Substanz in seiner Unterhose – mutmaßlich ein Betäubungsmittel. Die Bundespolizeiinspektion Dresden leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.