Fr., 09.01.2026 , 14:23 Uhr

26-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt

Anklage nach Messerangriff in Dresdner Straßenbahn

Nach einem Messerangriff in einer Dresdner Straßenbahn hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Dresden - Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 26-jährigen deutschen Staatsangehörigen Anklage wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Die Anklage richtet sich an das Amtsgericht Dresden – Schöffengericht.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 28. Oktober 2025 gegen 16:30 Uhr gemeinsam mit einem männlichen Begleiter in einer Straßenbahn der Linie 12 im Dresdner Stadtteil Löbtau laut Musik aus der politisch rechtsextremen Szene abgespielt zu haben. Nachdem Insassen die beiden aufgefordert hatten, die Musik auszuschalten, sollen sie ein Lied mit der wiederkehrenden Parole „Ausländer raus“ abgespielt haben.

Im weiteren Verlauf kam es laut Anklage zu gegenseitigen Beleidigungen zwischen einem Fahrgast und dem Beschuldigten. Aus der verbalen Auseinandersetzung entwickelte sich eine körperliche Streitigkeit. Dabei soll der 26-Jährige ein Küchenmesser gezogen und dem Insassen sowohl in den Halsbereich als auch in den rechten Oberarm gestochen haben. Zum Tatzeitpunkt stand der Beschuldigte nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter erheblichem Alkoholeinfluss.

Der Beschuldigte befindet sich seit dem Tattag aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehls in Untersuchungshaft in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt.

Das Amtsgericht Dresden wird nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens sowie die Zulassung der Anklage entscheiden.