Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 36-jährigen deutschen Staatsbürger zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Die Tatvorwürfe wiegen schwer: Dem Mann werden unter anderem Vergewaltigung sowie mehrfacher Diebstahl vorgeworfen.
Im Fokus steht eine Tat vom 3. Juli 2015: Der Beschuldigte soll sich gegen 04:00 Uhr Zugang zur Wohnung einer damals 22-jährigen Frau in der St. Petersburger Straße in Dresden verschafft haben – mutmaßlich mithilfe eines zuvor entwendeten Wohnungsschlüssels. In der Wohnung soll es zur Vergewaltigung der Geschädigten gekommen sein.
Weitere Tatvorwürfe beziehen sich auf Vorfälle im Dezember 2024 und Januar 2025 in Lengenfeld im Vogtland. Am 15. und 17. Dezember 2024 sowie zwischen dem 26. Dezember und dem 5. Januar 2025 soll der Mann in die Wohnung einer 18-jährigen Frau eingedrungen sein – vermutlich mit einem Draht als Einbruchswerkzeug. Dabei soll er persönliche Fotos abfotografiert und einen Schlüsselbund entwendet haben. Den Schlüsselbund warf er laut Anklage später weg, da sich kein passender Wohnungsschlüssel darunter befand.
Am 16. Januar 2025 folgte laut Staatsanwaltschaft ein weiterer Einbruch: Gegen 03:00 Uhr soll der Beschuldigte erneut mit einem Draht in die Wohnung einer 23-jährigen Frau eingedrungen sein. Auch hier wurde ein Schlüsselbund mit Haus- und Wohnungsschlüsseln gestohlen. Die Geschädigte war zur Tatzeit anwesend, stellte sich jedoch schlafend.
Die Ermittlungen gestalteten sich langwierig. Erst am 4. Februar 2025 konnte der mutmaßliche Täter durch gemeinsame Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden festgenommen werden. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Laut Behörden ist der Mann bislang nicht vorbestraft und bestreitet die Tatvorwürfe.
Das Landgericht Dresden wird nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht derzeit noch aus.