Fr., 28.08.2026 , 10:28 Uhr

Leipzig mit 9,3 Prozent weiter unter den Städten besonders betroffen

Arbeitslosigkeit in Sachsen steigt im August

Rund 157.000 Menschen waren im August in Sachsen arbeitslos gemeldet. Die Quote stieg auf 7,3 Prozent. Auch Leipzig liegt weiter deutlich über dem Landeswert.

Chemnitz - Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im August gestiegen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren rund 157.000 Menschen im Freistaat arbeitslos gemeldet. Das waren etwa 2.000 mehr als noch im Juli.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 7,2 auf 7,3 Prozent. Stichtag für die Erhebung war der 13. August.

Saisonale Effekte spielen eine Rolle

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im August ist nach Angaben der Regionaldirektion grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Dabei spielen unter anderem saisonale Effekte eine Rolle.

Betroffen seien vor allem jüngere Menschen, die nach dem Ende ihrer Ausbildung nicht von ihrem bisherigen Betrieb übernommen wurden. Auch Absolventen, die nach ihrem Studium zunächst auf Jobsuche sind, tragen demnach zu der Entwicklung bei.

Neben diesen saisonalen Faktoren macht sich allerdings auch die wirtschaftlich unsichere Lage bemerkbar.

Unternehmen halten sich bei Einstellungen zurück

Nach Einschätzung von Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, sind viele sächsische Unternehmen angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit bei Neueinstellungen zurückhaltend.

Damit trifft der saisonal übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit auf einen Arbeitsmarkt, auf dem sich Betriebe derzeit mit zusätzlichen Einstellungen zurückhalten.

Die Zahlen zeigen dabei deutliche regionale Unterschiede innerhalb Sachsens.

Leipzig mit Arbeitslosenquote von 9,3 Prozent

Die höchste Arbeitslosenquote in Sachsen wurde erneut in Chemnitz registriert. Dort lag sie im August bei 10,4 Prozent.

Leipzig folgte mit einer Quote von 9,3 Prozent und liegt damit deutlich über dem sächsischen Durchschnitt von 7,3 Prozent.

Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit dagegen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort lag die Quote bei 5,6 Prozent. Im Erzgebirgskreis waren 5,8 Prozent der Erwerbspersonen arbeitslos gemeldet.

Damit bleibt die Situation auf dem sächsischen Arbeitsmarkt regional sehr unterschiedlich. Während insbesondere die Großstädte Chemnitz und Leipzig vergleichsweise hohe Arbeitslosenquoten aufweisen, liegen andere Regionen deutlich unter dem Landesdurchschnitt.