Die Asiatische Hornisse könnte bald auch in Sachsen ankommen – darauf weisen Experten hin. Matthias Nuß vom Naturschutzbund Nabu erklärt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis sich die Art im Freistaat etabliert. Derzeit breitet sich die Hornisse vor allem in Hessen und Niedersachsen aus, wobei auch die Ausbreitung in östliche Richtung weitergeht. Ein Vorkommen der Hornisse in Sachsen sei demnach durchaus möglich.
Tatsächlich gibt es erste Hinweise auf die Asiatische Hornisse in der Region: Ein Foto, das kürzlich in der Nähe von Zwickau aufgenommen wurde und eindeutig eine Asiatische Hornisse zeigte, war online zu finden, wurde jedoch später gelöscht. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat bisher jedoch keinen gesicherten Nachweis der Art in Sachsen.
Es sei möglich, dass einzelne Tiere unbemerkt über weite Strecken transportiert werden, was die Verbreitung beschleunigen könnte. In Sachsen erreichen regelmäßig Meldungen vermeintlicher Sichtungen die Behörde. Oft entpuppten sich diese aber als heimische Hornissenarten oder Wespen wie die Borstige Dolchwespe.
Die Asiatische Hornisse verhält sich in der Regel defensiv. Wenn ihr Nest bedroht wird, kann sie jedoch aggressiv reagieren. Experten empfehlen, einen Abstand von mindestens fünf Metern zu Nestern zu halten. Für Honigbienenvölker stellt die Hornisse eine ernsthafte Bedrohung dar, da sie die Bienen jagt. Auch mögliche Schäden im Wein- und Obstbau sind ein Risiko.