Mi., 29.04.2026 , 09:44 Uhr

Im ersten Quartal wurden 1.042 Flüchtlinge registriert

Asylzugang in Sachsen sinkt deutlich

In Sachsen ist die Zahl neu registrierter Flüchtlinge im ersten Quartal 2026 deutlich gesunken. Auch Abschiebungen und freiwillige Ausreisen gingen zurück.

Dresden - In Sachsen ist der Zugang von Asylbewerbern im ersten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen wurden von Januar bis März 1.042 Flüchtlinge in den Aufnahmeeinrichtungen des Freistaates registriert. Das waren 519 Personen weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Vergleichszeitraum 2025 waren 1.561 Personen registriert worden.

Damit lag die Zahl der neu registrierten Flüchtlinge im ersten Quartal 2026 um rund ein Drittel niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Landesdirektion Sachsen veröffentlicht die Rückführungszahlen vierteljährlich nach dem 15. des Folgemonats.

Abschiebungen leicht unter Vorjahresniveau

Auch die Zahl der Abschiebungen ist im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken. Im ersten Quartal 2026 wurden insgesamt 235 ausreisepflichtige Ausländer aus Sachsen abgeschoben. Im ersten Quartal 2025 waren es 259 Abschiebungen gewesen. Damit sank die Zahl um 24 Personen.

Von den 235 Abschiebungen entfielen 198 Rückführungen auf die Landesdirektion Sachsen. Hauptzielländer waren die Türkei, Georgien, Serbien, Nordmazedonien und Indien. Bei 68 der durch die Landesdirektion Sachsen rückgeführten Personen handelte es sich um Straftäter.

Weitere 37 ausreisepflichtige Personen wurden durch die Unteren Ausländerbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte rückgeführt. Dieser Personenkreis hatte keinen Asylbezug. Hauptzielländer waren Polen, die Tschechische Republik, Albanien, Georgien und Rumänien. Bei 25 dieser Personen handelte es sich um Straftäter.

Freiwillige Ausreisen ebenfalls rückläufig

Die Zahl der durch die Landesdirektion Sachsen erfassten freiwilligen Ausreisen lag im ersten Quartal 2026 bei 377 Personen. Dazu zählen sowohl staatlich geförderte als auch bekannte selbstfinanzierte Ausreisen. Die meisten Rückkehrer kamen aus Syrien, der Türkei, Venezuela, der Russischen Föderation und Georgien.

Im ersten Quartal 2025 waren 443 freiwillige Ausreisen erfasst worden. Damit ging auch diese Zahl im Jahresvergleich zurück.

Mehr als 13.000 Personen vollziehbar ausreisepflichtig

Laut Ausländerzentralregister waren zum Stichtag 31. März 2026 insgesamt 13.107 Personen in sächsischer Zuständigkeit vollziehbar ausreisepflichtig. Davon verfügten 11.133 Personen über eine Duldung. Das bedeutet, dass einer Abschiebung rechtliche oder tatsächliche Gründe entgegenstanden.

Die drei sächsischen Aufnahmeeinrichtungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig verfügten zum Stand 31. März 2026 über zwölf aktive Unterkünfte. Die Gesamtkapazität lag bei 4.291 Plätzen.

Die Landesdirektion Sachsen ist die obere Ausländerbehörde des Freistaates. Wochenaktuelle Belegungs- und Zugangszahlen stellt die Behörde auf ihrer Website bereit.