Der Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden verzögert sich nach Angaben der Deutschen Bahn deutlich. Ursprünglich sollten alle Streckenabschnitte der zweiten Baustufe zwischen dem brandenburgischen Blankenfelde und dem sächsischen Großenhain im Jahr 2029 in Betrieb gehen. Nun ist davon auszugehen, dass fehlende Teilbereiche erst Ende 2033 ans Netz gehen.
Damit müssen Pendler und Reisende länger auf die geplante Verkürzung der Fahrzeit zwischen Berlin und Dresden warten.
Als Grund für die Verschiebung nennt die Deutsche Bahn Anforderungen im laufenden Planfeststellungsverfahren. Dabei geht es unter anderem um Umweltfragen, etwa um Eingriffe in ein Moorgebiet bei Zossen.
Betroffen ist der Streckenabschnitt zwischen Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt bei Zossen im Landkreis Teltow-Fläming.
Nach Angaben der Bahn werden die Planungsunterlagen für die insgesamt drei Teilbereiche im nördlichen Abschnitt der Strecke derzeit überarbeitet. Ziel sei es, die Arbeiten später gemeinsam im Rahmen einer zusammenhängenden Sperrung umzusetzen.
Damit sollen zusätzliche Sperrungen für Fahrgäste vermieden werden.
Unabhängig von der Verzögerung beim Streckenausbau soll der Umbau des Bahnhofs Zossen weiterhin wie geplant bis Ende 2027 abgeschlossen werden.
Außerdem prüft die Deutsche Bahn, einzelne Maßnahmen auf der Strecke vorzuziehen. Dazu könnte auch der Umbau des Bahnhofs Elsterwerda im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster gehören.
Auf der Strecke zwischen Berlin und Dresden sollen insgesamt 125 Kilometer für Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde ausgebaut werden. Dadurch soll die Verbindung künftig schneller werden.