Dresden - Nach den Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC am 4. April dauern die Ermittlungen der Polizei weiterhin an. Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilt, konnten bislang keine Tatverdächtigen identifiziert werden. Die Aufklärung des Vorfalls gestaltet sich komplex und erfordert weitere Ermittlungen.
Bei dem Zweitligaspiel waren Anhänger beider Mannschaften über Absperrzäune geklettert und in den Innenraum des Stadions gelangt. Dort kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen unter anderem Feuerwerkskörper eingesetzt wurden. Einsatzkräfte der Polizei griffen ein, trennten die beteiligten Gruppen und sicherten das Spielfeld.
Aktuell wird in insgesamt 19 Fällen ermittelt. Zur Aufarbeitung wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe mit der Bezeichnung „EG Fahne“ eingerichtet, die aus 14 Beamtinnen und Beamten besteht. Ziel ist es, den Ablauf der Ereignisse vollständig zu rekonstruieren und mögliche Tatverdächtige zu identifizieren.
Nach Angaben der Polizei steht weiterhin ein möglicher Auslöser der Ausschreitungen im Fokus der Untersuchungen: der Diebstahl einer Fan-Fahne. Ob dieser Vorfall tatsächlich ursächlich für die Eskalation war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hatte sich bereits öffentlich zu den Vorfällen geäußert und angekündigt, gegen beteiligte Personen konsequent vorzugehen. Dazu zählen unter anderem Stadionverbote sowie der mögliche Entzug von Mitgliedschaften. Voraussetzung dafür ist jedoch die Identifikation der betreffenden Personen durch die Polizei.
Die Ermittlungen dauern an.