Mo., 04.05.2026 , 17:47 Uhr

Zwei Tote, mehrere Verletzte - Großeinsatz für Polizei und Rettungskräfte

Amokfahrt in Leipziger Innenstadt

Amokfahrt in Leipzig am Montagnachmittag: Ein Autofahrer fährt über den Augustusplatz in die Fußgängerzone und verletzt mehrere Menschen. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Leipzig trauert nach Amokfahrt: Der Tag danach


Nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt mit zwei Toten und mehreren Verletzten herrscht weiter große Betroffenheit. In der Universitätskirche gedachten rund 1.000 Menschen der Opfer. Gleichzeitig rückt die Sicherheit der Innenstadt in den Fokus. Die Ermittlungen gegen den festgenommenen 33-jährigen Tatverdächtigen dauern an.

Nach Amokfahrt in Leipzig: Mutmaßlicher Täter kommt nicht in U-Haft

Hintergrund ist der Verdacht der Staatsanwaltschaft, dass der Beschuldigte zur Tatzeit möglicherweise psychisch so stark beeinträchtigt war, dass seine Schuldfähigkeit deutlich eingeschränkt gewesen sein könnte. Damit steht neben dem genauen Ablauf der Tat nun auch der psychische Zustand des Mannes im Fokus der Ermittlungen.
Bekannt wurde die Entscheidung während des Gedenkgottesdienstes in der Nikolaikirche. Dort trauerten Angehörige, Betroffene sowie viele Leipzigerinnen und Leipziger um die Opfer der Amokfahrt, zündeten Kerzen an und suchten gemeinsam nach Halt.
Für viele Menschen dürfte die Nachricht schwer zu fassen sein: Während die Stadt um zwei getötete Menschen trauert und mehrere Verletzte weiter behandelt werden, kommt der mutmaßliche Täter zunächst nicht ins Gefängnis, sondern in eine psychiatrische Einrichtung.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft, Polizei und Landeskriminalamt laufen weiter. Für Leipzig bleibt es ein Abend der Trauer und ein Abend mit vielen offenen Fragen.

OBM Jung trauert um Opfer und Verletzte

Die Anteilnahme einen Tag nach der Tat in der Stadt, sowie bundesweit ist groß. Am Dienstag wehten die Fahnen auf Halbmast, es fanden mehrere Gedenkveranstaltungen statt und auch im neuen Rathaus fand sich Burkhard Jung ein, um sich in das ausliegende Kondolenzbuch einzutragen.

 

„Er ist gerade noch weggesprungen“ - Wie es den Leipzigern nach der Amoktat geht?

Auch der 20-jährige Felix hat die Tat aus nächster Nähe miterlebt. Der Student befand sich nach eigenen Angaben nur rund 100 Meter vom Geschehen entfernt. Sein Freund entkam dem Fahrzeug nur knapp. Er sei im letzten Moment zur Seite gesprungen und habe sich dadurch retten können.
Der mutmaßliche Täter, ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger aus dem Leipziger Großraum, wurde kurz nach der Tat von der Polizei gefasst und inzwischen dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen laufen weiter. Dabei werden auch Foto- und Videoaufnahmen ausgewertet. Vor Ort ist zudem die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen im Einsatz. Die Grimmaische Straße bleibt deshalb voraussichtlich bis Dienstagabend, 18 Uhr, gesperrt.
Die Polizeidirektion Leipzig hat ein Hinweistelefon eingerichtet. Auch das Landeskriminalamt Sachsen bittet über ein Hinweisportal um weitere Informationen. Zeugen, die sich gegen 16:45 Uhr in der Leipziger Innenstadt befanden und Hinweise zum Hergang, dem Fahrzeug oder dem Fahrzeugführer geben können, werden gebeten, sich unter 0341 966 46666 oder über sn.hinweisportal.de zu melden.
In Leipzig finden unterdessen mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Vor dem Neuen Rathaus wehen die Flaggen auf Halbmast, in der Unteren Wandelhalle wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt. Am Abend wollen Oberbürgermeister Burkhard Jung und Ministerpräsident Michael Kretschmer an einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche teilnehmen.

Update 19:40Uhr

Innenminister Armin Schuster gehe von Amoktat aus. Es bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Beim Täter soll es sich um einen 33 Jahre alten Deutschen handeln.

"Wenn wir von einer Amokfahrt sprechen, deutet das auf eine Tat in einem wütenden, rasenden Zustand und psychische Instabilität hin – ob all das vorliegt, wird jetzt geprüft."

Eine Amoktat ist hochwahrscheinlich.

Der Polizeipräsident teilte mit, der Täter sei vom Augustusplatz aus bis zur Commerzbank über den Markt gefahren. Dabei habe es zwei Kollisionen mit Personen gegeben, die infolge dessen verstorben seien. Zudem gebe es eine Vielzahl weiterer Verletzter.

Der mutmaßliche Täter sei noch im Fahrzeug festgesetzt worden und befinde sich derzeit im Gewahrsam der Polizeidirektion Leipzig.

Weiter habe der Polizeipräsident betont, dass aktuell keine Gefahr mehr für die Bevölkerung bestehe. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sei der Täter in Deutschland geboren und in Leipzig wohnhaft.

Update 19:05 Uhr:

Auf diesem Video soll die Festnahme des mutmaßlichen Täters zu sehen sein. Das Material wurde unseren Reportern vor Ort zur Verfügung gestellt. Ob es sich dabei tatsächlich um den Täter handelt, ist derzeit noch nicht bestätigt.

Oberbürgermeister Jung zur Lage /Stand ca. 18 Uhr

Update 18:16

Ersten Reporterinformationen zufolge gibt es neue Details zur mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig: Ein Augenzeuge berichtet, der Fahrer sei etwa 30 Jahre alt, habe kurze Haare und auffällige Tätowierungen. Zudem wird er als hellhäutig beschrieben. Diese Angaben sind bislang unbestätigt.

Nach Schilderungen eines Zeugen soll der Täter mit seinem Fahrzeug vom Augustusplatz aus durch Teile der Innenstadt bis in Richtung Markt gefahren sein und dabei mehrere Menschen erfasst haben. Nach ersten Informationen soll es zwei Tote und mehrere Verletzte geben. Auch diese Angaben sind bisher nicht offiziell bestätigt.

Der Augenzeuge befand sich eigenen Angaben zufolge in einer nahegelegenen Bibliothek und habe das Geschehen unmittelbar mitbekommen.

Unterdessen laufen die Einsatzmaßnahmen weiter. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung äußerte sich bereits zur Lage und sprach davon, dass die offene Innenstadt „ sei offenbar gezielt ausgenutzt“ worden sei. Weitere gesicherte Informationen stehen noch aus.

A.Yarim Augenzeuge

Leipzig- Hat sich am Montagnachmittag in Leipzig eine Amokfahrt ereignet? Berichten zufolge ist ein Autofahrer über den Augustusplatz gefahren und hat dabei mehrere Menschen verletzt.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Nach ersten Informationen aus Feuerwehrkreisen soll es acht Verletzte geben.
Demnach soll das Fahrzeug auf Höhe der Grimmaischen Straße in die Fußgängerzone eingebogen sein und anschließend in Richtung Thomaskirche gefahren sein. Neben zahlreichen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ist auch ein Kriseninterventionsteam vor Ort.

Weitere Informationen folgen in Kürze