Dresden - Am Oberbecken des Pumpspeicherwerks Niederwartha in Oberwartha gilt weiterhin ein striktes Betretungs- und Badeverbot. Darauf weist die Vattenfall Wasserkraft GmbH mit Blick auf die beginnende Sommersaison ausdrücklich hin.
Rund um das Oberbecken sowie an den Zuwegungen machen Verbotsschilder auf die bestehenden Regelungen aufmerksam. Das Gelände gehört zum Betriebsgelände der Vattenfall Wasserkraft GmbH und liegt zudem in einem streng geschützten Landschaftsschutzgebiet. Baden, das Betreten nicht freigegebener Bereiche, Parken außerhalb von Verkehrsflächen sowie andere nicht ausdrücklich genehmigte Freizeitaktivitäten sind dort untersagt.
Seit dem 11. Mai 2026 kommt eine weitere Gefahrenlage hinzu. Im Zuge geplanter Baugrunderkundungen wird auf dem Oberbecken eine schwimmende Plattform eingesetzt. Sie soll voraussichtlich bis Ende August für Bohrarbeiten auf dem Wasser genutzt werden. Das Ponton wird mit Seilen und Ankerpunkten gesichert. Das Betreten der Plattform ist strengstens verboten. Nach Angaben von Vattenfall sind zudem Überwachungskameras installiert.
Vattenfall und die bauausführende Bohrgesellschaft Roßla weisen darauf hin, dass Verstöße zur Anzeige gebracht werden können. Auch ein Sicherheitsdienst und die Polizei sind informiert.
Das Pumpspeicherkraftwerk Niederwartha wurde bereits zum 1. April 2024 endgültig energiewirtschaftlich stillgelegt. In diesem Jahr stehen unter anderem umfangreiche Baugrunduntersuchungen an. Ende Januar hatten Vattenfall Wasserkraft und die Landeshauptstadt Dresden ihre Eckpunktevereinbarung aus dem Jahr 2020 zur Nachnutzung des Pumpspeicherkraftwerks durch eine Absichtserklärung konkretisiert und sich auf weitere Meilensteine bei der Übertragung verständigt.