Dresden - Am südlichen Leubener Kiessee in Dresden könnte künftig offiziell gebadet werden. Eine Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass eine geregelte, unbewachte Badestelle mit dem Hinweis „Baden auf eigene Gefahr“ realisierbar ist. Natur-, Wasser- und Hochwasserschutz bleiben dabei nach Angaben der Verantwortlichen gewahrt.
Für den Dresdner Südosten eröffnet sich damit eine konkrete Perspektive für ein frei zugängliches Naherholungsangebot im Wohnumfeld. Die geplante Badestelle ist Teil der Entwicklungen rund um die Bundesgartenschau (BUGA), die 2033 in Dresden stattfinden soll. Bereits deutlich vor der BUGA soll das Baden am Kiessee Leuben möglich sein.
Nach Angaben der BUGA Dresden 2033 gGmbH liefert die bevorstehende Bundesgartenschau einen entscheidenden Impuls für das Vorhaben.
„Mit der BUGA eröffnet sich das entscheidende Momentum, den lang gehegten Wunsch nach einer Badestelle am Kiessee Leuben Wirklichkeit werden zu lassen. Wir wollen hier einen Ort schaffen, der Erholung, Bewegung und Naturerlebnis verbindet – und das im direkten Wohnumfeld“, erklärt Marcel Timmroth, Geschäftsführer der BUGA Dresden 2033 gGmbH.
In der nächsten Projektphase sollen nun vertiefende Planungen erfolgen sowie das Genehmigungsverfahren vorbereitet werden. Vorgesehen sind laut Planung ausschließlich landschaftsangepasste Maßnahmen mit möglichst geringem Eingriff in die Umgebung.
Geplant ist unter anderem ein flach auslaufender Strandbereich. Außerdem soll die Badezone durch Bojen abgegrenzt werden. Eine klare Beschilderung mit dem Hinweis „Baden auf eigene Gefahr“ ist ebenfalls vorgesehen.
Zusätzlich sind barrierearme Zugänge, Sitzgelegenheiten sowie Fahrradabstellmöglichkeiten geplant. Dauerhafte Hochbauten oder größere versiegelte Flächen sollen nach derzeitigem Stand nicht entstehen. Alle Maßnahmen sollen zudem hochwasserangepasst umgesetzt und in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern entwickelt werden.
Die Kiesseen Leuben gelten als wichtiger Bestandteil der geplanten Entwicklung im Dresdner Südosten im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2033. Ziel ist es, ein Naherholungsgebiet zu schaffen, das Naturerlebnis, Umweltbildung und Wassersport miteinander verbindet.
Nach der Fertigstellung soll die Badestelle in die Zuständigkeit des Eigenbetriebs Sportstätten Dresden übergehen. Damit soll eine dauerhafte Betreuung sowie die Einbindung in die bestehende Sport- und Freizeitstruktur der Landeshauptstadt gesichert werden.
Die Stadt verfolgt damit das Ziel, ein langfristig betriebenes und nachhaltiges Naherholungsangebot für die Bevölkerung zu schaffen.