Dresden/Berlin - Die Deutsche Bahn hält an ihrem Ausbauplan für die Strecke zwischen Dresden und Berlin fest. Ziel ist, die Fahrzeit von bisher 124 Minuten auf 80 Minuten zu reduzieren. Dafür muss die gesamte Strecke für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgebaut werden.
Ein DB-Sprecher erklärte, dass dafür unter anderem Bahnübergänge zurückgebaut und durch Über- oder Unterführungen ersetzt werden müssen. „Für diverse Abschnitte laufen noch die Planfeststellungsverfahren. Erst nach Erteilung der Baugenehmigungen kann der Ausbau auf 200 Kilometer pro Stunde beginnen“, so der Sprecher weiter.
Der Schritt erfolgt, nachdem es Spekulationen gegeben hatte, die Strecke nur noch für 160 km/h auszubauen. Kritiker, darunter die Grünen im Sächsischen Landtag, sahen darin einen Nachteil für Dresden, Sachsen und die gesamte Region. Die Abgeordnete Katja Meier betonte die Bedeutung der Strecke für den Fernverkehr, den Deutschlandtakt und die europäische Verbindung nach Prag. Während Tschechien seine Strecke für bis zu 320 km/h ausbaue, dürfe Deutschland diese zentrale Achse nicht drosseln.
Die Umsetzung des Projekts hängt nun von den laufenden Genehmigungsverfahren und anschließenden Baumaßnahmen ab. Erst danach können Reisende von der geplanten Fahrtzeitverkürzung profitieren.