Dresden – Stromspeicher gewinnen in Sachsen rasant an Bedeutung. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums, basierend auf Daten der Bundesnetzagentur, waren 2024 im Freistaat 60.891 Batteriespeicher installiert – 2020 waren es erst rund 7.700. Die Gesamtleistung beträgt 545,5 Megawatt.
Erfasst sind sowohl private Speicher, die Solarstrom vom eigenen Dach oder der Hausfassade aufnehmen, als auch größere gewerbliche Anlagen. Für Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Verbände und Unternehmen gibt es in Sachsen Förderprogramme – vorausgesetzt, der Speicher ist mit einer Photovoltaikanlage von 30 bis 1.000 Kilowatt Leistung gekoppelt.
Großspeicheranlagen ohne Verbindung zu einer PV-Anlage werden nicht gefördert. Laut Ministerium rechnen sich solche Projekte in der Regel auch ohne Zuschüsse.
Derzeit sind mehrere große Batteriespeicher in Planung. So soll in Oberschöna am Umspannwerk Freiberg Nord ein 500-Megawatt-Speicher in der ersten Ausbaustufe entstehen. In Döbeln ist die Inbetriebnahme eines 15-Megawatt-Speichers für November geplant.