Fr., 06.03.2026 , 11:20 Uhr

Verkehrsministerin Kraushaar informiert über den Zeitplan und die Auswirkungen auf Verkehr und Wanderwege.

Baubeginn für Behelfsbrücke in Bad Schandau ab Mai 2026

Ab Mai 2026 beginnt in Bad Schandau der Bau einer Behelfsbrücke über die Bahngleise. Verkehrsministerin Kraushaar erläuterte beim Bürgerdialog die geplanten Schritte und die Auswirkungen auf Verkehr und Wanderwege.

Dresden/Bad Schandau - Am 5. März 2026 informierte Verkehrsministerin Regina Kraushaar die Anwohner von Bad Schandau im Rahmen eines Bürgerdialogs über den aktuellen Stand der Planungen zur Behelfsbrücke über die Bahngleise. Im Fokus standen der detaillierte Zeitplan, die anstehenden Vorarbeiten sowie die Auswirkungen auf den Verkehr und lokale Wanderwege. Kraushaar betonte die Bedeutung der Transparenz und informierte über die ersten konkreten Schritte: Ab dem 6. März startet das Vergabeverfahren für die Bauleistungen der Behelfsbrücke, mit einem Baubeginn ab Mai 2026.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden wichtige Vorarbeiten abgeschlossen, darunter die Planung der Montagetechnologie, die Abstimmung mit der Deutschen Bahn bezüglich notwendiger Sperrpausen und die Durchführung erforderlicher Baumfällungen. Im März wird auch die europaweite Ausschreibung für die Hangsicherung zur Errichtung des Widerlagers abgeschlossen.

Ab April 2026 starten die Arbeiten zur Sicherung des Hangs entlang der B 172, was voraussichtlich bis Juli 2026 dauern wird. Während dieser Zeit wird der Verkehr überwiegend halbseitig geführt, aber es wird auch zu kurzen Vollsperrungen kommen. Ein Wanderweg wird in diesem Zeitraum ebenfalls gesperrt, Wanderer werden über regionale Wege umgeleitet.

Die Behelfsbrücke, die mit etwa 630 Tonnen Konstruktionsstahl errichtet werden soll, wird einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur darstellen. Der Bau der Behelfsbrücke wird rund 10 Millionen Euro kosten, einschließlich der laufenden Wartung und Reparaturen. Die Bauzeit für die Behelfsbrücke ist für das dritte Quartal 2026 bis zum ersten Quartal 2027 angesetzt, wobei es aufgrund von Sperrpausen und Vollsperrungen zu Verkehrseinschränkungen kommen kann.

Zudem gab Kraushaar einen Ausblick auf die Arbeiten zum Ersatzneubau der Brücke über die Bahngleise. Die Planung des Neubaus wird intensiv vorangetrieben, wobei die Terminkette abhängig von der Genehmigung von Sperrpausen durch die Deutsche Bahn ist.

Für die Elbebrücke wurde ebenfalls eine gute Nachricht übermittelt: Nach den Ergebnissen der Dauerüberwachung befindet sich die Brücke in einem sicheren Zustand. Bis Mai 2026 soll die Überprüfung abgeschlossen sein, sodass die Brücke dann ohne Einschränkungen genutzt werden kann.

Die S 169-Brücke, eines der 19 Bauwerke, die nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden einer Sonderprüfung unterzogen wurden, hat die ersten Materialuntersuchungen unauffällig überstanden. Weitere Materialbeprobungen sind für Mitte März geplant, die Ergebnisse werden im April erwartet.

Die Anwohner und Pendler sollen weiterhin regelmäßig über den Stand der Planungen und die verkehrlichen Einschränkungen informiert werden, um die Auswirkungen auf den Alltag so gering wie möglich zu halten.