Dresden - Der Bau des neuen Herzzentrums in Dresden hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Am 17. November wurde die Baugrube vollständig ausgehoben, womit der nächste Bauabschnitt starten kann. Auf dem Klinikgelände an der Blasewitzer Straße und Fetscherstraße wurden rund 60.000 Kubikmeter Erde bewegt – etwa 100.000 Tonnen Material. Zur Sicherung der Baugrube waren rund 180 Bohrungen und umfangreiche Holzverbauten notwendig. Die Grube misst etwa 135 mal 85 Meter und ist stellenweise bis zu sechs Meter tief.
Geschäftsführer Oliver Wehner betonte die Bedeutung des Fortschritts: Die abgeschlossene Baugrube sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem der modernsten universitären Herzzentren Europas. Das neue Klinikgebäude werde künftig Patientinnen und Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen auf höchstem medizinischen Niveau versorgen.
Noch vor Weihnachten beginnt innerhalb der Baugrube eine bereichsweise Grundwasserabsenkung. Dafür werden Förderbrunnen eingesetzt, die das Wasser zu Sickerbrunnen außerhalb der Grube leiten. Diese Maßnahme ist notwendig, um die tiefer liegenden Bereiche des Untergeschosses sicher errichten zu können.
Auch der technische Leiter des Herzzentrums Dresden, Björn Ast, hob den planmäßigen Verlauf des Projekts hervor. Das Bauvorhaben verlaufe präzise und professionell, was für ein Projekt dieser Größenordnung entscheidend sei.
Der Rohbau startet Anfang 2026. Dann werden die Kräne aufgebaut und die Bodenplatte hergestellt. Die Eröffnung des Klinikneubaus ist für Ende 2029 vorgesehen.
Das Herzzentrum entsteht auf rund 18.000 Quadratmetern und wird Teil des Gesundheitsclusters Sachsen der Sana Kliniken. Etwa 300 Millionen Euro werden investiert, davon stammen 150 Millionen Euro aus Fördermitteln des Freistaats Sachsen. Der Neubau umfasst 220 Betten, sechs OP-Säle, fünf Herzkatheterlabore, moderne Bildgebung, eine zentrale Notaufnahme, Forschungseinrichtungen sowie einen Hubschrauberlandeplatz. Ziel des Projekts ist es, die Versorgung von jährlich mehr als 25.000 Patientinnen und Patienten zu stärken und die kardiologische Spitzenmedizin in Sachsen nachhaltig weiterzuentwickeln.