Dresden - Am Dresdner Hauptbahnhof hat die Bundespolizei am Samstagnachmittag einen mutmaßlichen Bedrohungsversuch unterbunden und dabei Drogen sichergestellt. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Beamten am 7. März 2026 gegen 17.40 Uhr im Bereich des Wiener Platzes.
Eine Streife der Bundespolizei war im Bereich des Hauptbahnhofs unterwegs, als die Einsatzkräfte auf zwei junge Männer aufmerksam wurden. Nach Angaben der Beamten hielt ein 18-jähriger Mann einen 17-Jährigen am Kragen fest und zog ihn gewaltsam zu sich heran, während er auf ihn einredete. Auch als der Jugendliche versuchte, sich zu lösen, soll der Ältere ihn weiterhin am Arm festgehalten haben.
Erst als die Bundespolizisten näherkamen, ließ der 18-Jährige von dem Jugendlichen ab.
Bei der anschließenden Befragung erklärte der 18-Jährige, es habe sich lediglich um „Spaß unter Bekannten“ gehandelt. Dieser Darstellung widersprach der 17-Jährige jedoch. Er gab gegenüber den Beamten an, den Mann nicht zu kennen.
Nach Angaben der Bundespolizei wirkte der Jugendliche während der Kontrolle eingeschüchtert und verunsichert. Der Beschuldigte habe währenddessen fortwährend auf Arabisch auf ihn eingeredet.
Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich laut Bundespolizei heraus, dass beide Personen bereits wegen verschiedener Gewaltdelikte polizeilich bekannt sind.
Im Zuge der Durchsuchung des 18-Jährigen machten die Beamten zudem einen weiteren Fund. In der Unterwäsche des Mannes entdeckten sie eine Cliptüte mit sechs verkaufsfertig abgepackten Päckchen Cannabis. Außerdem führte er einen Blister mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Pregabalin mit sich.
Da die weitere Bearbeitung in den Zuständigkeitsbereich der Landespolizei fällt, übergab die Bundespolizei den gesamten Sachverhalt noch vor Ort an Beamte der Polizei Sachsen. Diese haben die weiteren Ermittlungen aufgenommen.