Fr., 22.08.2025 , 10:05 Uhr

In Sachsen ist die Karte noch nicht flächendeckend im Einsatz.

Bezahlkarte für Flüchtlinge verzögert sich

Die bundeseinheitliche Bezahlkarte für Flüchtlinge ist in Sachsen noch nicht überall eingeführt. In Großstädten und einigen Landkreisen soll sie im August/September folgen.

Dresden - Die bundeseinheitliche Bezahlkarte für Flüchtlinge ist in Sachsen noch nicht flächendeckend im Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums steht die Einführung in den drei Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz noch bevor. Auch drei Landkreise müssen noch von bisherigen Pilotlösungen auf die neue Karte umstellen.

Bis Ende Juni wurden in Sachsen rund 6.000 Bezahlkarten ausgegeben. Ursprünglich sollte die Karte bereits ab Mitte Januar eingeführt werden. Verzögerungen gab es, weil die bundesweite Version zunächst nicht alle Funktionen der bestehenden Systeme enthielt.

In den noch fehlenden Landkreisen sowie in den drei Großstädten soll die Einführung nun im August/September 2025 erfolgen. Alle zehn Landkreise hatten 2024 eigene Systeme genutzt, da sie nicht auf die bundesweite Lösung warten wollten. Vor der flächendeckenden Einführung in den Städten mussten außerdem die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Mit der Karte können Asylbewerber unter anderem Einkäufe bargeldlos bezahlen, Handyverträge oder ÖPNV-Tickets begleichen. Bargeldabhebungen sind in der Regel auf 50 Euro pro Monat begrenzt. Ziel ist es, Auslandsüberweisungen staatlicher Leistungen zu verhindern. Nach Angaben des Ministeriums sind mit der Bezahlkarte keine Transfers ins Ausland möglich.